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Five Finger Death Punch: A Decade Of Destruction (CD, Eleven Seven, 2017)

 

Zehn Jahre ist es her, dass Five Finger Death Punch mit der EP "Pre-Emptive Strike" und dem Album "The Way Of The Fist" in die Musikszene bretterten, und seitdem ist die Metal-Combo aus dem kalifornischen Sacramento hier auch nicht mehr weg zu denken. Auf Festivals sieht man jede Menge Fans harter Musik mit Shirts von 5FDP, wie der Bandname häufig abgekürzt wird - und das sogar, wenn die Jungs dort gar nicht spielen.

Mit dem Best-Of-Album "A Decade Of Destruction" blicken Five Finger Death Punch auf die ersten zehn Jahre zurück, die einiges an Achterbahnfahrt für die Band mit sich brachten. Hierbei spreche ich nicht von Erfolgen und Misserfolgen, letztere hatten sie nämlich gar nicht und es ging stetig nach oben. Mit dem zweiten Album "War Is The Answer" erreichten sie bereits die Top Ten der US-Charts, mit dem Nachfolger "American Capitalist" schon Platz 3, und mit Volume 1 und 2 von "The Wrong Side Of Heaven And The Righteous Side Of Hell" gelang ihnen 2013 dann auch der internationale Durchbruch. In den USA charteten sie auf Platz 2, bei uns ging es bis auf Platz 4 für Volume 1. Lediglich die Briten sträubten sich noch ein bisschen, wurden aber 2015 mit "Got Your Six" geknackt, welches dort Platz 6 erreichte, zudem Platz 2 in den USA, Platz 5 bei uns.



Mit Achterbahnfahrt ist vielmehr gemeint, dass die Band immer wieder mal Probleme mit ihrem tollen, charismatischen Frontmann Ivan "Ghost" Moody hat. 2012 gab dieser erstmals öffentlich zu, dass seine Alkoholprobleme zu Konflikten mit den anderen Mitgliedern führen würden. 2015 kam es auf der Bühne zu einem heftigen Streit mit Drummer Jeremy Spencer und dem Rest der Band, zudem sagte Moody 2017 bei einem Konzert in den Niederlanden, es sei sein letztes mit 5FDP. Für den Rest der Europatournee wurde er durch Tommy Vext (Bad Wolves) ersetzt, nach erfolgreich absolvierter Entziehungskur ging es für den reumütigen Moody dann aber doch als Frontmann weiter.

Es wäre ja auch schade gewesen, ihn am Mikro zu verlieren, leben 5FDP doch nicht nur von starken Songs, bei denen neben brachialem Metal auch melodische Elemente wichtig sind, sondern auch von ihrem starken Sänger. Nun also eine Songsammlung, die das Geschriebene absolut unterstreicht. Auf "A Decade Of Destruction" findet man 16 Tracks, und der Kauf der Compilation wird mit zwei neuen Stücken schmackhaft gemacht, die die Scheibe auch eröffnen - hier beide als Lyric Videos eingebunden. "Trouble" ist eine fetzige, packende Nummer, mit der die harte Seite der Band bestens repräsentiert wird, während die Power-Ballade "Gone Away" ruhige Momente ebenso aufbietet wie energiegeladene Passagen.



Ansonsten springen die Songs in den Jahren ihres Erscheinens hin und her, was sie auch gut können, da die Jungs stets guten Metal ablieferten. Dominieren tun natürlich die harten Nummern, mal flott und bretternd wie "Lift Me Up", "Under And Over It" oder "Coming Down", mal im kraftvollen Midtempo wie der Ohrwurm "Coming Down", das hymnische "Jekyll And Hyde", "Wash It All Away", "Bad Company", das abwechslungsreiche "The Bleeding" und die The-Animals-Coverversion "House Of The Rising Sun". Zudem findet man gelungene Balladen mit "Wrong Side Of Heaven", "Far From Home" und etwas energischer auch mit "Remember Everything". Starke Songs, die 5FDP hier in ihren ersten zehn Jahren abgeliefert haben - Moody, reiß dich am Riemen, wir wollen hier noch viele weitere Jahre erleben.



www.fivefingerdeathpunch.com
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Bewertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi )