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Babymetal: Metal Resistance (CD, Earmusic, 2016)

 

Nicht mal ein Jahr nach Veröffentlichung des ersten Albums "Babymetal" in Europa (welches in Japan aber Anfang 2014 veröffentlicht wurde) erscheint hierzulande das zweite Album von Babymetal. Auf den 55 Minuten von "Metal Resistance" findet man zwölf Songs, mit denen die Formation nahtlos an das erfolgreiche Debüt anknüpft. Denjenigen, die Babymetal nicht kennen, muss man das Ganze aber erst einmal erklären. Hier die Kurzversion: Babymetal ist die Mixtur aus einem niedlichen japanischen Mädchentrio, das größtenteils nette Melodien singt, und bretterhartem Power oder Death Metal. Klingt besonders, ist es auch. Vor allem live wird etwas geboten, was man so noch nie gesehen hat, und das wirkt nicht bescheuert wie ein rockender Heino, sondern macht jede Menge Spaß. Die drei Mädels Su-Metal (18 Jahre), MoaMetal (16) und YuiMetal (16) kommen mit Schulmädchencharme (und Kleidung) daher und führen gut durchchoreographierte Tänze auf, singen dazu sehr anständig im J-Idol-Stil, während eine gerne maskierte Band für das brachiale Soundgewand sorgt, mit fetten, bretternden Riffs, Double-Bassdrum-Gewitter und grollenden Bässen, dazu hin und wieder gut ergänzenden elektronischen Elementen. Wer Babymetal live gesehen hat, ist überzeugt und gefesselt - nicht umsonst trat die Band am 2. April sogar in der Wembley Arena in London auf, um ihre bis dato größte Show in Europa zu spielen. Das Tourfinale 2016 wird übrigens im heimischen Tokyo Dome vor 55.000 Zuschauern stattfinden.

"Metal Resistance" bietet wieder abwechslungsreiche Songs und weiß zu überzeugen. Der Opener "Road of Resistance" bietet eine hymnische instrumentale Einleitung, bevor hier so richtig die Post abgeht und es megahart und schnell zur Sache geht - natürlich immer gepaart mit den süßlichen Melodien der drei Mädels. Die Single "Karate" schraubt das Tempo zurück und ist eine gute Headbanger-Nummer mit packenden Riffs. "Awadama Fever" und "Yava!" zeigen gut, wie Elektroklänge teilweise mit eingebunden werden, was immer wieder bestens gelingt. Hymnisch geht es beim treibenden "Meta Taro" zu. "From Dusk Till Dawn" ist ein für Babymetal ungewohnt atmosphärischer Song, der aber auch sehr stark ist. Weitere Highlights sind "Gj!", "Sis.Anger" und "The One" als einzig komplett englischsprachiger Song, wobei bei anderen Stücken wohl auf Grund des internationalen Erfolges auch mehr englische Passagen zu hören sind. Mit "No Rain, No Rainbow" gibt es sogar eine schöne Ballade mit Streichern. Nicht direkt zugänglich ist eigentlich nur "Tales Of The Destinies" mit seinen vielen Wendungen, die Nummer kommt sehr experimentell und avantgardistisch daher. Wer das Debüt mit Songs wie "Gimme Chocolate!!!" und "Doki Doki Morning" klasse fand, wird auch den Nachfolger lieben. Seht gut gelungen!

Anfang Juni kommen Babymetal im Rahmen ihrer Welttournee für zwei Konzerte nach Deutschland - lasst euch die Band live nicht entgehen, das Ganze ist großer Spaß und dabei ja auch musikalisch ansprechend:

07.06. Köln, Live Music Hall
08.06. Stuttgart, Longhorn

Hier "Karate" im Video:



www.babymetal.com
www.facebook.com/BABYMETAL.jp



Bewertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi )