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Scott Bradlee's Postmodern Jukebox: The Essentials (CD, Universal Music, 2017)

 

Scott Bradlee's Postmodern Jukebox bieten auf ihrem neuen Album "The Essentials" 18 Tracks auf 68 Minuten, die einen Überblick über das bisherige Schaffen der Formation geben - wobei das irgendwie nicht so ganz stimmt. Sie sind vielmehr eine bunte Mischung einiger der meistbeachteten von vielen vielbeachteten Stücken aus den letzten vier Jahren, in denen nicht weniger als acht Alben veröffentlicht wurden. Das Projekt von Pianist und Arrangeur Scott Bradlee mit wechselnden Musikern und SängerInnen veröffentlicht seit 2013 Jazz-Ragtime-Interpretationen von bekannten Songs aus Pop, R&B, HipHop oder auch Rock auf YouTube, und viele von diesen wurden virale Hits - insgesamt hat ihr Kanal nun schon mehr als zweieinhalb Millionen Abonnenten, und die Videos wurden über 450 Millionen mal angeschaut.

Nun also eine Auswahl an 18 Stücken, vom ersten damals veröffentlichten Cover "Thrift Shop" (Macklemore & Ryan Lewis) bis hin zu Justin Biebers "Sorry" aus dem letzten Jahr. Coveralben in verschiedensten Stilen gibt es ja viele, und manche sind einfach überflüssig, aber hier bereitet es schon viel Freude, die Stücke in ultracoolem Jazz mit der Atmosphäre eines alten US-Nachtclubs nach Mitternacht zu hören. Auf Grund der verschiedenen Stimmen und feinen, alles andere als lieblosen Arrangements kommt auch keine Langeweile auf. Robyn Adele Anderson, Haley Reinhart, Morgan James, Kate Davis, Ariana Savalas, Von Smith, Maiya Sykes, Puddles Pity Party, Casey Abrams, Miche Braden, Cristina Gatti, Ashley Stroud, Shoshana Bean, LaVance Colley, Sara Niemietz und Kiah Victoria sind am Mikrofon zu hören, und ihre Stimmen passen bestens zum Stil, sind gut ausgewählt. Mal geht es balladesk zu wie bei "Creep" (Radiohead), "No Diggity" (Blackstreet) oder "Seven Nation Army" (The White Stripes), mal gemütlich wie bei "We Can't Stop" (Miley Cyrus), "All About That Bass" (Meghan Trainor), "Burn" (Ellie Goulding) oder "Sweet Child O' Mine" (Guns N' Roses), mal schwung- und stimmungsvoll wie bei "My Heart Will Go On" (Celine Dion), "Thrift Shop" oder "Sorry". Wie man erkennen kann, arrangiert Scott Bradlee hier auch gerne mal gegensätzlich zum Original und entzieht Rock-Krachern oder fetten Rap-Nummern Tempo und Energie, um sie bei im Original eher ruhigeren Nummern einzupflanzen. Klasse, das macht Spaß - weiter so.

Hier ein Album-Trailer:



Live ist das Ganze hier zu sehen:

17.03. Berlin, Tempodrom
22.03. Hamburg, Mehr Theater
24.03. Leipzig, Haus Auenesee
01.04. München, Muffathalle
02.04. Stuttgart, Liederhalle
05.04. Frankfurt, Jahrhunderthalle
07.04. Köln, E Werk
10.04. Nürnberg, Meistersingerhalle

postmodernjukebox.com
www.facebook.com/postmodernjukebox



Bewertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi )