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John Legend: Darkness And Light (CD, Columbia, 2016)

 

Mit seinem fünften Studioalbum "Darkness And Light" liefert John Legend drei Jahre nach "Love In The Future" eine weitere starke Scheibe ab, die alles aufzubieten hat, wofür ihn seine Fans lieben. Auf 46 Minuten findet man zwölf Songs, die sich bestens durchhören lassen. Der Opener "I Know Better" kommt leicht gospelhaft daher und John singt soulig nur zu Piano- und Orgelklängen. Mit der groovigen, gemütlichen R&B-Nummer "Penthouse Floor" hält dann der Beat Einzug in die Scheibe, und im weiteren Verlauf bekommt die Nummer mehr Druck, und Chance the Rapper steuert dann auch noch Sprechgesang bei - stark. Auch der Titelsong "Darkness And Light" bietet einen Gast auf. Legend selbst singt hier in höheren Lagen und die Soulstimme von Brittany Howard (Alabama Shakes) macht das Ganze zu einem sehr ansprechenden Duett. Und wenn wir schon bei den Tracks mit Kollaborationen sind, dann handeln wir sie direkt ab - folgt mit "Overload" doch direkt noch einer - bei dieser feinen Ballade ist Miguel mit am Start.

"Love Me Now" wurde nicht umsonst zur ersten Single des Albums erkoren - der in Zusammenarbeit mit John Ryan und Blake Mills (Alabama Shakes) geschriebene Song ist ein Ohrwurm, tanzbar und chillig zugleich, groovig und packend, auch bestens instrumentiert mit zusätzlichen Streichern. Blake Mills übernahm auch die Produktion des gesamten Albums, welche sehr gut geworden ist, auch rein klanglich macht die Scheibe viel Spaß. Die nächste Nummer "What You Do to Me" ist durchaus ein hervorragender Beleg für besten Sound, hier treffen die üblichen R&B-Klänge auf blubbernde Elektro-Bässe, Streicher und sogar mal ein Gitarrenriff, was eine spannende, mitreißende Nummer ergibt.

Auch auf dem Rest des Albums enttäuscht Grammy-, Golden Globe- und Oscar-Preisträger Legend nicht, es bleibt abwechlsungsreich und hochklassig. Mit "Right By You" widmet er seiner Tochter Luna eine emotionale Jazz-Soul-Ballade, mit "Temporarily Painless" groovt er melodisch ab, "Surefire" ist eine Ode an den Frieden, und "Same Old Story" ist eine sehr schöne Ballade - mit dem einzigen kleinen Moment, der mich klanglich nervt, wo unnötigerweise einige Sekunden verzerrter Autotune-Gesang zu hören sind, den man nicht benötigt hätte.

"'Darkness And Light' ist John Legends Manifest", erklärt Blake Mills. "Er folgt der Tradition der Soul- und R&B-Musik, die die Liebe zelebriert und sich gegen Sittenlosigkeit wendet. 'Darkness And Light' steht im Zeichen seines langjährigen Engagements für soziale Gerechtigkeit, der Herausforderungen und der Entlohnung einer Ehe im Fokus der Öffentlichkeit und der Geburt seines ersten Kindes Luna. Dieses Album schwimmt gegen den Strom und erinnert uns beherzt daran, dass auch in Zeiten, in denen die Welt von Dunkelheit erfüllt ist, es das Licht ist, das uns voran treibt." Insgesamt ein sehr gut gelungener, neuer Longplayer!

Das Video zu "Love Me Now" kannst du dir gleich hier anschauen:



www.johnlegend.com
www.facebook.com/johnlegend



Bewertung: 9 von 10 Punkten

(Tobi )