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Metallica: Hardwired ... To Self-Destruct (2CD, Blackened, 2016)

 

Die Metal-Helden von Metallica melden sich endlich mit einem neuen Album zurück, nachdem "Death Magnetic" ja schon lange acht Jahre zurück liegt. "Hardwired ... To Self-Destruct" heißt der neue Longplayer und kommt als Doppel-CD daher. Warum, wird nicht ganz klar, hätten die zwölf Tracks doch auch auf einen Silberling gepasst, diesen dann mit 78 Minuten halt gut gefüllt. Vielleicht sollte das Ganze aber auch das Gefühl einer guten alten Doppel-LP vermitteln, wer weiß. Die Scheibe gibt es so nun übrigens auch zusätzlich als Deluxe-Edition mit drei CDs - hier bietet CD 3 vier Bonus- und zehn Live-Tracks - und als Deluxe Box Set mit 3 LPs und einer CD.

Produziert wurde "Hardwired ... To Self-Destruct" wieder von Greg Fidelman, der bereits den Sound des letzten Albums zu verantworten hatte und diesmal einen noch weit besseren Metal-Klang abliefert, fett und packend ohne irgendwelche nervigen Effekt-Spielereien. Mit der neuen Scheibe beweisen Metallica, dass sie auch nach 35 Jahren im Musikbusiness nicht zum alten Eisen gehören - was man ja sowieso weiß, wenn man eines ihrer Konzerte in den letzten Jahren besuchen konnte, hier wird nach wie vor gerockt, was das Zeug hält, besser geht es kaum. Nach neun Grammy Awards, zwei American Music Awards sowie etlichen MTV Video Music Awards könnte die 2009 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommene Band nun weitere Ehren einstreichen, der neue Longplayer ist nämlich sehr gut geworden.

Der Opener "Hardwired" brettert direkt hart und schnell los, haut einem Trash Metal par excellence um die Ohren. Mit etwas über drei Minuten die zur ersten Single erkorene Nummer der mit Abstand kürzeste Song, viele der Stücke sind ansonsten über sechs Minuten lang, der längste über acht. Es geht also eher episch zu, und auch im Tempo reduzierter im Vergleich zum Speed-Opener, zumeist im energetischen Midtempo-Bereich. Die neueste Single "Atlas, Rise!" folgt und weiß durch seine abwechslungreichen Strukturen voll zu überzeugen, ist eine auch noch recht flotte, sehr geile Metal-Nummer mit hymnischem Refrain. Hier kommen auch die Individualisten voll zur Geltung - James Hetfields Gesang, Kirk Hammetts Gitarrenriffs und -melodien, Robert Trujillos Basslinien und Lars Ulrichs Schlagzeugkünste ergeben einfach eine hervorragende Symbiose. Bestes Mosh-Midtempo wird mit "Now That We're Dead" geboten, bevor das bestechende "Moth Into Flame" einen wieder voll packt mit seiner starken Komposition, fetten Riffs, treibendem Bass, starken Gitarrensoli, im Refrain dann auch wieder im Tempo schwer anziehend. "Dream No More" ist sicher der ungewöhnlichste Song des Albums, trägt aber mit seiner getragenen, düsteren, leicht abgroovenden Stimmung in jedem Fall zum Abwechslungsreichtum bei, auch wenn er etwas wie ein Bruch wirkt. Mit dem über acht Minuten langen "Halo On Fire" gibt es dann einen facettenreichen Abschluss, in dem sich ruhige Passagen und energetische, krachige Momente verschiedener Prägung abwechseln, sehr interessant.

CD 2 wird von "Confusion" eröffnet und erzeugt diese dann auch etwas, rockt das Stück doch etwas konturlos vor sich hin, ohne einen irgendwie zu packen. Gut, dass "ManUNkind" dann direkt wieder zur gewohnten Klasse zurück kehrt, nach ruhigem Beginn im Midtempo gefallend daher kommend. Mit "Here Comes Revenge" wird ein weiteres Highlight des Albums geboten, sehr melodisch in der gemächlicher gehaltenen Strophe, dann härter und deutlicher im Refrain - stark. "Am I Savage?" kriecht dann wieder getragener und schleppender voran, weiß aber trotzdem zu gefallen. "Murder One" ist als Hommage an den verstorbenen Lemmy Killmister okay, hier hätte man aber natürlich auch etwas vom Tempo Motörheads aufnehmen können, was nicht geschehen ist, es wird im Midtempo abgerockt. Abschließend hauen Metallica dann nochmal richtig rein und bieten mit "Spit Out The Bone" den brachialen Trash Metal, mit dem sie das Album auch eröffneten - starker Song, geht mächtig ab. Insgesamt ein Album, welches wieder etwas zu alten Zeiten zurück kehrt, klanglich hervorragend inszeniert, mit einigen spektakulären Kompositionen, vielen Highlights und nur wenigen durchschnittlichen Nummern.

Das Video zu "Atlas, Rise!" kannst du dir direkt hier anschauen:



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Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )