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NOFX: First Ditch Effort (CD, Fat Wreck Chords, 2016)

 

13 Songs auf 34 Minuten - ja, es geht um Punkrock. Die Althelden von NOFX präsentieren im 33. Jahr ihres Bestehens mit "First Ditch Effort" ihren 13. Longplayer. Zeitlich passt dieser gut zur Veröffentlichung der Band-Autobiografie "The Hepatitis Bathtub And Other Stories", die am 12. Dezember 2016 in deutscher Übersetzung erscheinen wird.

Frontmann und Bassist Fat Mike: "Dieses Album ist persönlicher, als alles was ich bisher gemacht habe. Durch das Schreiben des Buches und der intensiven Auseinandersetzung mit den darin enthaltenen Themen, öffneten sich für mich und meine Gesangsideen neue Türen." Zusammen mit den Gitarristen Eric Melvin und El Hefe sowie Schlagzeuger Smelly sind wieder flotte, melodische Punkrock-Songs entstanden, die gewohnt viel Freude und Pogo bereiten. Melvin war diesmal auch am Songwriting beteiligt, "It Ain't So Lonely At The Bottom" und "I Don't Like Me Anymore" tragen auch seine Handschrift, und beim starken Opener "Six Years On Dope" steuert er zudem Gesang bei, duelliert sich hier mit Fat Mike am Mikro. "Du erwartest es nicht und denkst dir nur, was zum Teufel?", sagt Mike zum Opener. "Das Lied erinnert mich an ein Treffen zwischen wütenden Samoanern und der Bronx und ich glaube nicht, dass es schon mal etwas gab, das so klingt."

Ansonsten wird kein Stil-Bruch betrieben, aber warum auch, wer melodischen Hardcore mit aus der Wiege gehoben hat, wird nach 33 Jahren nicht mehr fremd gehen. "Sid And Nancy" wird durch Streicherklänge und Piano bereichert, "California Drought" durch Bläser. "Eines der Dinge, auf die ich bei diesem Album besonders stolz bin, ist der Song 'California Drought'. Er ist in einem Rhythmus geschrieben, welchen, wie ich glaube, noch nie zuvor jemand genutzt hat." Fat Mike fügt noch hinzu, dass die letzten Jahre, welche er mit der Arbeit an seinem Musical "Home Street Home" verbracht hat, dieses Album unbewusst mit beeinflussten, sei es über die vollkommene Harmonie oder die Prävalenz des Klaviers. "Ich habe so viele verrückte Songs für das Musical geschrieben, die zwar eine künstlerische Form hatten, aber trotzdem Barrieren überwanden." Die Single "Oxy Moronic" kommt gemütlich im flotteren Midtempo daher, so wie auch "I'm A Transvet-lite" und das starke "Bye Bye Biopay Girl", ansonsten geht es tempotechnisch rasant zu.

Die Produktion von Cameron Webb (Motörhead, Alkaline Trio) ist überzeugend, die Scheibe kommt knackig und druckvoll daher. "Cameron hatte viele Ideen hinsichtlich der Arrangements auf die ich niemals gekommen wäre.", erklärt Mike. Abgeschlossen wird die gute Scheibe vom für NOFX-Verhältnisse fast epischen "Generation Z", welches durch den Gastgesang von Mikes 11-jähriger Tochter Darla passend zum Text bereichert wird. Gelungenes Album der alten Recken aus Los Angeles.

Das Video zu "Oxy Moronic" könnt ihr hier direkt anschauen:



www.nofxofficialwebsite.com



Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )