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Roy Orbison: A Love So Beautiful - Special Edition (CD, Sony Music, 2017)

 

Das Royal Philharmonic Orchestra ist gerade schwer in Fahrt. Nachdem es nun schon drei Jahre hintereinander ins Studio gegangen ist, um Klassiker von Elvis in orchestrales Gewand zu hüllen, zudem dieses Jahr Gleiches mit Aretha Franklin tat, verpasst es nun auch Stücken von Roy Orbison klassische Klänge. Ob die Mischung aus Orbisons größtenteils im 60er-Jahre-Sound daher kommenden Oldies und orchestralen Klängen reizvoll ist, darüber scheiden sich sicher die Gemüter, aber zumindest ist diese Scheibe mit ihren 58 Minuten mal etwas anderes als nur eine nächste Sammlung bereits bekannter Arrangements.



Natürlich sind Orbisons größte Hits wie "Oh, Pretty Woman", "Only The Lonely (Know The Way I Feel)", "Crying" und "In Dreams" hier vertreten, genauso wie sein nach einer längeren Durststrecke letzter großer Hit "You Got It" aus dem Jahr 1988, das er leider nicht überlebte, starb er doch im Dezember an einem Herzinfarkt. Dieses Stück klingt entsprechend moderner, wie auch das posthum 1991 zum Hit avancierte "I Drove All Night", wobei generell anzumerken ist, dass die Neuarrangements den charmanten alten Staub durchaus weg blasen, was dem einen gefallen wird, dem anderen nicht.

Exklusiv für den deutschen Markt erscheint am 24. November eine Special Edition des Albums, auf der man als Bonus-Track ein virtuelles Duett findet. So hört man "Only The Lonely (Know The Way I Feel)" nicht nur ein einer reinen Orbison-Version, sondern auch als Duett mit Helmut Lotti, der ein großer Fan Roy Orbisons ist. Die beiden Stimmen ergänzen sich tatsächlich gut, so dass dieses Stück ein gerne genommener Bonus ist. Insgesamt schon ein anständiges Album, das mehr ist als Geldmache mit denen, die sich nicht mehr wehren können.



royorbison.com
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Bewertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi )