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Pentatonix: A Pentatonix Christmas Deluxe (CD, RCA, 2017)

 

Seitdem Pentatonix Ende 2011 die 3. Staffel der NBC-Casting-Show "The Sing-Off" für sich entschieden, sind sie aus der Musik-Landschaft nicht mehr wegzudenken. Die A Cappella-Formation sorgt seither mit tollen Interpretationen großer Popklassiker und auch guten Eigenkompositionen für viele verkaufte Tonträger, schaffte den Sprung auf Platz 1 der US-Albumcharts und füllt regelmäßig Konzerthallen auf der ganzen Welt.

Am 19. September 2014 erschien mit "PTX" das erste Album der Band in Deutschland, das neben Interpretationen zeitgenössischer Hits wie Macklemores "Can't Hold Us", Lordes "Royals" und Gotyes "Somebody That I Used To Know" auch das legendäre Daft Punk-Medley "Daft Punk" sowie vier eigene Stücke enthält. Aber auch Versionen von Klassikern wie "Hit The Road Jack" von Ray Charles aus den 60er-Jahren fanden sich im Tracklisting. Mit ihrer Vokalakrobatik machen Mitch Grassi (Countertenor), Scott Hoying (Bariton), Avriel Kaplan (Bass - im Oktober 2017 ersetzt durch Matt Sallee), Kirstie Maldonado (Mezzosopran) und Kevin "K.O." James Olusola (Beatboxing) aber auch in Social Media mächtig Furore - sie haben knapp 3,5 Millionen Facebook-Fans, fast 14 Millionen YouTube-Subscriber und momentan 970.000 Follower bei Twitter.

Nun weihnachtet es bald wieder, und wie schon in den vergangenen fünf Jahren viermal gesehen lassen sich Pentatonix diese Chance nicht entgehen, festliche Musik zu veröffentlichen. Nach dem in den USA veröffentlichten "PTXmas" (2012), "That's Christmas To Me" (2014) und der mit Bonustracks versehenen Deluxe Edition selbiger Scheibe aus 2015 gab es 2016 mit "A Pentatonix Christmas" eine erneute Sammlung an Weihnachtsklassikern, komplettiert durch die zwei Eigenkompositionen "Good To Be Bad", "The Christmas Sing-Along". Mit insgesamt 35 Minuten fiel die Scheibe zwar etwas kurz aus, wurde trotzdem mit Platin ausgezeichnet, also bestens verkauft.



Ein Jahr später erscheint nun eine Deluxe-Variante des letztjährigen Albums, um fünf Songs erweitert. Diese sind allesamt ans Ende der nun 51-minütigen CD gestellt. Die Mischung aus bekannten Weihnachtsstücken wie "O Come, All Ye Faithful", "White Christmas" (zusammen mit The Manhattan Transfer), "Up on the House Top" oder "I'll Be Home For Christmas" und nicht ganz so geläufigen Nummern wie "Merry Christmas, Happy Holidays" von NSYNC oder "Coventry Carol", einem englischen Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert, wusste letztes Jahr schon zu gefallen. Dazu gab es eine Pentatonix-Version von "Coldest Winter", mit dem Kanye West sich an das gute alte "Memories Fade" der großartigen Tears For Fears angelehnt hatte. Die beiden Eigenkompositionen sind gemütlich und bringen groovy Swing unter den Tannenbaum. Das absolute Highlight des Albums war aber mit Sicherheit die Interpretation des Leonard Cohen-Klassikers "Hallelujah", auch wenn diese Nummer nicht zwingend weihnachtlich ist - besinnlich ist sie in jedem Fall, und wenn Kirstie zu singen beginnt, dann erzeugt dies nicht so viel Gänsehaut wie die Interpretation von Jeff Buckley, aber sie packt einen durchaus. Das Video hierzu ging viral und wurde schon 214 Millionen Mal auf YouTube abgerufen.

Das ohnehin schon sehr feine Weihnachtsalbum bietet nun also fünf songs mehr. Die Interpretationen von "Deck The Halls", "Away In A Manger" und "Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!" passen sich hierbei genauso gut ein wie die beiden Kollaborationen, "How Great Thou Art" mit Jennifer Hudson und eine Neuaufnahme von "Hallelujah" mit The String Mob. Weihnachten kann kommen.



www.ptxofficial.com
www.facebook.com/Pentatonix



Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )