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Skunk Anansie: Anarchytecture (CD, earMUSIC 2016)

 

Skunk Anansie waren eine der besten Rockbands der 90er-Jahre, bevor die Briten um die charismatische Frontfrau Skin sich 2001 auflösten und getrennt Wege gingen. Zehn Jahre später kehrte die Band mit einem Greatest-Hits-Album namens "Smashes And Trashes" zurück, welches zwölf Klassiker wie "Charlie Big Potato", "I Can Dream", "Hedonism (Just Because You Feel Good)", "Brazen (Weep)" und "Weak" enthielt, aber auch drei neue Songs. Dass Skunk Anansie wieder voll da waren, bewiesen Sängerin Skin, Gitarrist Ace, Bassist Cass und Drummer Mark dann mit einer ausverkauften Tour Ende des Jahres - ihren Ruf als extrem mitreißende Liveband konnten sie auch nach der langen Pause locker bestätigen, rockten die ausverkauften Hallen und begeisterten ihre Fans.

Ein Jahr später erschien das erste Studioalbum mit komplett neuen Songs nach der Wiedervereinigung nicht mehr bei One Little Indian, sondern beim Edel-Label earMUSIC. Die zwölf Tracks und 41 Minuten von "Wonderlustre" wussten wieder mal zu gefallen. Gleiches galt 2012 für "Black Traffic", mit dessen elf Songs sich Skunk Anansie musikalisch treu blieben. Sie boten und bieten fetzigen, fetten Rock, gerne auch mal mit einigen elektronischen Elementen angereichert, wo es passt, und auch immer wieder mal mit ruhigen Passagen versehen.

Nachdem es in den letzten Jahren wieder ruhig um die Band wurde und sie 2013 lediglich die feine Unplugged-Scheibe "An Acoustic Skunk Anansie - Live In London" veröffentlichten, gibt es nun mit den 38 Minuten des neuen Albums "Anarchytecture" endlich neues Material. Die elf Songs lassen sich wieder gut anhören, einen richtiger Kracher vermisst man allerdings etwas. Dies soll nicht heißen, dass man hier nicht gute Songs geboten bekommt wie den geschickt voran kriechenden Opener "Love Someone Else", das hypnotisch schleichende und hinten raus lauter werdende "Victim" oder die flotter rockenden "Beauty Is Your Curse" und "That Sinking Feeling", aber gemessen an der eigens gelegten Latte vieler herausragender Titel liefern Skin und ihre Jungs hier eher solide Kost ab. Songs wie "In The Back Room" und "Bullets" plätschern etwas vor sich hin, und in puncto Balladen hat man von Skunk Anansie auch schon weit Besseres gehört als "Death To The Lovers" oder "I'll Let You Down". Trotzdem ist das Ganze noch ein anständiges Rockalbum, keine Frage, und jegliche Livekonzerte werden sicher wieder zu begeistern wissen, wie immer.

www.skunkanansie.net



Bewertung: 7 von 10 Punkten

(Tobi )