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Tarja: The Shadow Self (CD, earMUSIC, 2016)

 

An Tarja Turunen kommt man als Freund härterer Musik diesen Sommer kaum vorbei. Die Heavy Rock-Königin veröffentlichte erst mit "The Brightest Void" ein komplettes Album als Appetitmacher auf den nun vorliegenden Longplayer "The Shadow Self", das weit mehr war als nur ein Appetizer, dann berichtet sie aktuell parallel zur Veröffentlichung der Scheibe für den das Magazin "Stern" aus Wacken und nimmt einen mit hinter die Kulissen des Kult-Festivals. Man will an Tarja aber ja auch gar nicht vorbei kommen, denn vor allem mal überzeugt sie durch ihre Musik.

Auf den 66 Minuten von "The Shadow Self" präsentiert die erfolgreichste Solokünstlerin Finnlands elf Songs, na ja, eigentlich zwölf, findet man auf den 13 Minuten des abschließenden "Too Many" doch nach knapp acht Minuten erstmal knappe drei Minuten Stille, bevor ein skuriler Hidden Track die Scheibe abschließt - erst schnell und bretterhart, dann mit Dance-Klängen versehen. Die neuen Songs belegen, dass Tarja nach dem doch etwas poppiger angelegten "Colours In The Dark" aus dem Jahr 2013 wieder zur härteren Schiene zurück gekehrt ist. Dies bedeutet allerdings nicht, dass eingängige Melodien geopfert wurden, diese gibt es weiterhin. Gesanglich sowieso in Tarjas klassischer Singstimme, die hier aber eben wieder von härteren Klängen untermalt wird, mit knackigeren Riffs. Highlights des Albums sind das anfangs etwas funky daher kommende, dann fett abrockende "Demon's In You" mit Gast Alissa White-Gluz, bekannt von The Agonist und Arch Enemy, und das sphärische und brachiale Passagen abwechselnde "Love To Hate", und auch der epische Opener "Innocence" mit seinen ausgiebigen Piano-Passagen als Ergänzung zu rockigen Gefilden gefällt bestens. Mit "No Bitter End", mit keinem Geringeren als Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers am Schlagzeug eingespielt, und dem melodischen "Eagle Eye" sind zwei starke Songs zu finden, die man bereits auf "The Brightest Void" vorfand, hier passen sie allerdings noch weit besser ins Gesamtbild. Mit "Supremacy" liefert Tarja zudem eine Coverversion des Muse-Songs ab, die durchaus gut geworden ist. Erwähnenswert sind in jedem Fall auch das ruhig angelegte und entspannend daher kommende "The Living End" mit akustischer Gitarre, Piano und Dudelsack, und das selbstironische "Diva". Das gnaze Album ist hochklassig, langweilige oder in irgendeiner Weise nicht gefallende Songs findet man nicht - somit also Daumen hoch, diese Scheibe ist hervorragend und damit noch einen ganzen Zahn besser als der Appetizer, was dessen Veröffentlichung als solchen im Nachhinein sinnvoll macht.

Schau die den Clip zu "No Bitter End" direkt an:



Im Oktober ist Tarja mit Special Guest Angra live bei uns zu sehen:

07.10.16 Hannover, Capitol
08.10.16 Hamburg, Docks
10.10.16 Berlin, Huxleys
11.10.16 Köln, Live Music Hall
12.10.16 Frankfurt, Batschkapp
14.10.16 Stuttgart, Das Wizemann
15.10.16 München, Backstage Werk

www.tarjaturunen.com
www.facebook.com/tarjaofficial



Bewertung: 10 von 10 Punkten

(Tobi )