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Volbeat: Seal The Deal & Let's Boogie (CD, Vertigo, 2016)

 

Drei Jahre nach dem internationalen Multiplatin-Topseller "Outlaw Gentleman & Shady Ladies" veröffentlichen Volbeat ihr neues, insgesamt sechstes Album. "Seal The Deal & Let's Boogie" enthält in der normalen Version 13 Songs auf 53 Minuten, die nahtlos an den Stil und Sound des Vorgängers anknüpfen (es gibt auch noch eine Deluxe-Variante mit vier Bonustracks, diese liegt uns aber nicht vor). Klanglich ist das kein Wunder, wurde die Scheibe doch erneut von Jacob Hansen produziert, und als Co-Produzenten fungierten Frontmann Michael Poulsen und Lead-Gitarrist Rob Caggiano - der ehemalige Anthrax-Gitarrist gehört seit Anfang 2013 ja fest zur Band. "Inzwischen haben wir uns besser kennen gelernt und sind darüber Freunde geworden", sagt Caggiano, "das hat vieles leichter gemacht als beim ersten Mal." Zwar spricht er kein Dänisch, aber aus der aktuellen Volbeat-Besetzung ist er nicht mehr wegzudenken, wie Michael sagt: "Wenn Rob eine Idee für einen Mittelteil hat, klingt das automatisch ganz anders. Ich lasse in meinen Entwürfen bewusst Lücken für die anderen, das macht die Songs lebendiger und diverser." Wo wir gerade bei der Besetzung sind, neben Drummer Jon Larsen, um den es keine Diskussionen gab, wurde inzwischen auch die Position des Bassisten wieder fest besetzt, auch wenn auf vielen aktuellen Bandfotos noch drei Mann zu sehen sind. Als Ersatz für den 2015 ausgestiegenen Anders Kjølholm zupft Kaspar Boye Larsen inzwischen nicht mehr nur als Aushilfe den Bass.

Vom Start weg wird zwar immer noch fett abgerockt im typischen Volbeat-Stil, der irgendwo zwischen Metal a la Metallica, Punkrock, Rock'n'Roll, Folk und Blues liegt, aber doch immer melodischer und klanglich opulenter daher kommend, auch dank der hymnischen Chorstimmen, die vor allem in den Refrains immer wieder mal dazu stoßen. Ganz harte Bretter sind eher weniger zu finden, und so scheint es, als wenn Volbeat nach den letzten Erfolgen doch eher die breite Masse ansprechen wollen - was man ihnen dann auch wieder nicht so richtig verdenken kann, denn ihre Seele verkaufen sie hierfür nicht.

Der Opener "The Devil's Bleeding Crown" packt einen direkt mit seinen treibenden Beats, knackigen Riffs und guter Melodie - nicht umsonst wurde die Nummer als erste Single schon lange vor der Album-Veröffentlichung präsentiert. Hochklassig geht es mit "Marie Laveau" und "For Evigt" weiter, einem eingängigen, fast gemütlich voran rockenden, etwas weniger krachigen Duett mit Johan Olsen, dem Sänger der dänischen Rockband Magtens Korridorer. Ein weiterer Song mit Gast ist "Black Rose", wo es mit Danko Jones irgendwo zwischen Punkrock und Metal abgeht. Noch punkrockiger ist "Rebound" gebaut, während "Goodbye Forever" in der Strophe von akustischer Folkgitarre untermalt wird, bevor im Refrain Metal regiert. Dass Volbeat natürlich auch noch richtig flott gewittern können, beweisen die Dänen auf dem neuen Album zwar eher selten, dann aber doch noch mit dem kompromisslosen Knaller "Seal The Deal" - richtig groovy hingegen geht es beim Blues-lastigen "Battleship Chains" zu. Es geht also auch hier wieder abwechslungsreich zu, jedoch wie berichtet klar mehr Richtung Masse ausgerichtet. Trotzdem noch ein gutes Album, wenn auch nicht so gut wie der Vorgänger.

Schaut euch "The Devil's Bleeding Crown" live vom Tusindårsskoven Festival in Odense an, wo es 2015 erstmals in voller Länge gespielt wurde:



Als weiteren Videoclip legen wir euch noch "For Evigt" ans Herz:



www.volbeat.dk/de/
www.facebook.com/volbeat



Bewertung: 8 von 10 Punkten

(Tobi )