Thomas Anders (Rupert Friend) ist ein junger Kriegskorrespondent, den seine inneren Dämonen auf die Schlachtfelder treiben. Nur im Chaos des Krieges findet er Ruhe und Gelassenheit. In aller Welt streift Anders mit seinem langjährigen Kameramann Sebastian (Richard Coyle) von einer Konfliktzone zur anderen. Der Reporter ist süchtig nach Kriegserlebnissen. Für die Details der Nachrichten, die er vor Ort recherchiert, interessiert er sich weniger. Als Anders und Sebastian erfahren, dass die Spannungen zwischen Georgien und Russland wegen der abtrünnigen Region Südossetien rasant ansteigen, reisen sie in die georgische Hauptstadt Tiflis. Dort schließen sie sich drei alten Kollegen an, die gerade von der sich verschärfenden diplomatischen Krise berichten, in der die georgische Regierung unter Präsident Micheil Saakaschwili (Andy Garcia) steckt.

Als der Krieg ausbricht, entgehen Anders und Sebastian knapp einem Bombardement nahe der Konfliktzone in Südossetien. Sie können die Folgen des Angriffs im Film festhalten, stellen aber zu ihrer Überraschung fest, dass die Medien sich weltweit kaum für den Krieg interessieren und lieber die Olympischen Spiele in Beijing zeigen. Anders und Sebastian wird klar, dass sie eine persönliche Geschichte erzählen müssen, um das Mitgefühl der Welt zu wecken. Sie helfen einer jungen, ortsansässigen Frau namens Tatia (Emanuelle Chriqui) dabei, ihren Vater und ihre Schwester zu suchen, die beide vermisst werden. Doch die Geschichte, der sie auf der Spur sind, wird viel persönlicher, als die Journalisten sich je hätten träumen lassen. Als Anders und Sebastian in einem Dorf festsitzen, dokumentieren sie Beweise für Kriegsverbrechen, die von freiwilligen Milizionären begangen wurden. Ihr Anführer ist ein bedrohlicher Söldner, den man nur unter dem Namen Danil kennt. Er ist mit den russischen Truppen ins Land gekommen, die unter dem Befehl des charismatischen, aber kriegsmüden Oberst Alexander Demidov stehen.

Mit Hilfe eines georgischen Hauptmanns und seinen Soldaten, die von der flüchtenden georgischen Armee getrennt wurden, gelingt Anders und Sebastian die Flucht aus der Kampfzone. In der belagerten Stadt Gori treffen sie erneut auf ihre Kollegen. Um der Welt ihr Filmmaterial präsentieren zu können, müssen die Reporter ihr Leben riskieren und kämpfen. Die unentrinnbare Zerstörungskraft des Krieges hat sie endgültig eingeholt...

Dass Action-Spezialist Renny Harlin („Cliffhanger“, „Stirb Langsam 2“) sein Werk versteht, stand schon vorher nicht in Frage. Auf Grund der Tatsache, dass er hier mit erfahrenen Akteuren wie Andy Garcia („Ocean’s Thirteen“, „Der Pate – Teil III“) und Val Kilmer („Heat“, „The Doors“) arbeiten konnte, ist ein handwerklich und schauspielerisch sehr solider Streifen heraus gekommen, der als Kriegsfilm auch seinen Zweck erfüllt und den Schrecken des Kriegs vermittelt. Hier geht es jedoch noch um einiges mehr, nämlich um eine Schilderung des Ganzen aus Sicht der als "die Guten" dargestellten Georgier im Konflikt mit "den Bösen" in Form der Russen. Somit ist Neutralität des Betrachters nicht gewährleistet - was aber ja bei Kriegsfilmen an der Tagesordnung ist. Wer also den Kaukasischen Fünftagekrieg mal aus Sicht der Georgier erklärt haben möchte und im Hinterkopf behält, dass dabei mit Sicherheit zu einfarbig gezeichnet wird, der wird anständig bedient.

Als Bonusmaterial gibt es Interviews mit Cast und Crew, ein "Behind The Scenes" und den Trailer.



Verkaufsstart: 19. August 2011
Verleiher: Entertainment One
Filmlänge: 108 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1



(Tobi)