In der Reihe "Geheimnisvolle Kulturen" werden 45 Minuten lang auch die "Ägypter" beleuchtet (die Zeitangabe von 55 Min. auf dem Cover stimmt nur, wenn man die Trailer für andere Kulturen noch dazu zählt). Obwohl man bei der Dokumentation durchgängig englischen Kommentar im Hintergrund hört, liegt sie nur in darüber gesprochener, deutscher Fassung vor. Worum geht es? Natürlich um die Pyramiden von Gizeh und wie diese gebaut wurden - vermutlich mit einer spiralförmig aufsteigenden Rampe herum, und nicht von Sklaven, sondern von Zeitarbeitern und Handwerkern. Mit knapp 9 Minuten ist dies auch schon der Hauptteil der Doku. Es geht 5 Minuten um den Nil, die Bauern und die Ernährung im alten Ägypten, wo Bier und Brot die Hauptnahrungsmittel waren, es auch nur drei Jahreszeiten gab (Überschwemmung, Sprießen der Pflanzen und Sommer). In kurzen 3 Minuten werden die Hyroglyphen näher gebracht, bevor es etwas mehr als 5 Minuten um Pharaonen geht, auch um Hatschepsut als einzige Pharaonin. Nach einen sehr kurzen Blick auf die Sphinx werden dem Tempel von Abu Simbel mehr als 6 Minuten gewidmet. Sehr interessant, dass man auf Grund von Hochwassergefahr einen ganzen Tempel versetzt hat. Man sieht ihn mittels Computergrafik in seinen ehemals schillernden Farben. Knappe 4 Minuten geht es um Mumifizierung, dann ebenso lang um Tutenchamun, den bedingt durch seinen Grabfund bekanntesten Pharao. Kurz werden noch der Fluch der Mumie und der Niedergang Ägyptens nach dem Ende des neuen Reichs beleuchtet. Mit einigen Bildern zu ruhiger Musik wird das Thema abgeschlossen. Eine interessante Dokumentation für einen ersten Einblick, der Lust macht auf tiefergehende Informationen über das alte Ägypten, seine Vermächtnisse und seine Rätsel.

(Tobi)