Nachdem sie sich schon verschiedene Objekte angeschaut haben, finden Nancy (Drew Barrymore) und Alex (Ben Stiller) endlich ein wirklich schönes, altes, kleines Zweifamilienhaus in Brooklyn. Nun scheint das Glück perfekt, denn verliebt sind beide über beide Ohren und im Job stehen sie als Redaktionsmitarbeiterin einer renommierten Zeitschrift und er als Autor auch gut da. Einziger Haken: Neben zwei Stockwerken, einer Speisekammer und drei offenen Kaminen mit Original-Glaskacheln besitzt das Haus noch eine Einliegerwohnung im Obergeschoss, in der die alte und unkündbare Mieterin Mrs. Connelly (Eileen Essell) lebt, laut Makler (Harvey Fierstein) eine nette, problemlose Dame. Angesichts deren hohen Alters und der offensichtlich angeschlagenen Gesundheit gehen Alex und Nancy davon aus, dass sich das Thema in absehbarer Zeit von selbst erledigen wird. Leider offenbart sich Mrs. Connelly bei weitem nicht so unauffällig und pflegeleicht wie erwartet, dafür weit zäher. Ihre anfänglich zurückhaltend geäußerten Bitten nehmen schnell an Intensität zu, bis Alex und Nancy vor lauter Reparieren, Kümmern und Beruhigen kaum mehr zum Durchatmen kommen. Und wenn Alex mal alleine ist, um an seinem zweiten Buch zu arbeiten, dann schafft es Mrs. Connelly durch Lautstärke immer wieder, ihn aus der Konzentration zu bringen. Auch nachts finden Nacy und Alex keine Ruhe danke eines dröhnenden Fernsehers über ihnen. Da wünscht er sich beinahe, er hätte sie mit dem versehentlich abgefeuerten Harpunenschuss beim ersten Treffen nieder gestreckt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden - die Alte muss weg!

"Der Appartement Schreck" ist ein netter Film mit einigen witzigen Szenen, aber auch Längen und etwas platteren Momenten. Ben Stiller und Drew Barrymore hat man beide schon in spritzigeren Komödien gesehen, aber an einem dunklen Herbstabend kann man sich auch diese ruhig anschauen, denn schlecht ist sie nun auch wieder nicht.

Auf DVD gibt es den 89-minütigen Film in Deutsch, Englisch und Italienisch zu sehen, dazu Untertitel in Deutsch, Englisch, Italienisch und Englisch für Hörgeschädigte. Als Extras gibt es einen achtminütigen Blick hinter die Kulissen und drei sehr kurze zusätzliche Szenen.

(Tobi)