Die Polizei im Ruhrpott wird von einer Gansterbande auf Trab gehalten - die Autoschieber klauen die schnittigen Neuwagen direkt vom Autotransporter herunter, und dies während der Fahrt auf NRWs Autobahnen. Der junge Polizeimeister Karl-Heinz Krause (Luke J. Wilkins) ist gerade damit fertig, einer Blondine beim Reifenwechsel zu helfen, als er die Chance erhält, bei der Verfolgung der "Bollidenschieber" entscheiden einzugreifen. Die Polizei ist den sechs gestohlenen, roten Audi TT Quattros auf den Fersen - mit Streifenwagen zu Lande und mit Helikopter aus der Luft. Krause will helfen und vermasselt alles - es kommt zu einer Massenkarambolage der Polizeiautos. So kommt es, dass er zum Blitzen von Rasern degradiert wird - doch selbst diese tanzen dem unbedarften, netten Jungen auf der Nase herum. Durch Zufall und überaus auffällig platzierte "Grillfest"-Werbeplakate kommt er illegalen Wettrennen von Autobahn-Rasern auf die Schliche - unter dem Decknamen "Grillfest" werden diese abgehalten. Damit Krause sich von der "Bollidenschieber"-sache fernhält, soll er sich hierum kümmern, und so schleicht er sich gewollt cool beim Rennen ein. Dort trifft er auf die Kriminellen - die keine sind, wie er merkt, sondern nur eine Horde von eigentlich netten Angebern wie Ecki (Kristian Erik Kiehling), hübschen Mädels wie Claudi (Alexandra Neldel) und Tempofreaks wie dem Sushi-Express-Lieferanten Bülent (Manuel Cortez). Zuerst sieht er sich als Undercover-Agent, dann aber findet Krause immer mehr gefallen an dem treiben, vor allem an der brünetten Nicki (Henriette Richter-Röhl). Somit steht er zwischen seinen neuen Freunden und seiner Pflicht, den Rasern gesetzestreu das Handwerk legen zu müssen - und dann sind da ja auch noch die "Bollidenschieber", die noch nicht gefasst sind...

Der Film aus deutschen Landen lässt zwar schon auf grund seines Titels und des Trailers Stumpfheit befürchten, ist aber eigentlich gar nicht mal übel. Wenn man nicht gerade mit allzu hohen Erwartungen an den Streifen heran geht (und woher sollten diese kommen), so findet man zumindest einen Film mit hübschen Mädels, sympathischen Typen und einigen coolen Stunts vor. Und dass man auch noch "Wonderful World" von Joey Ramone als Musik im Film erwählt hat, ist ein weiterer Pluspunkt. Keiner der wirklich bedeutenden deutschen Filme, aber auch absolut kein Totalausfall. Mittelmaß, dem man in geeigneter Stimmung sogar einiges Gutes abgewinnen kann.

Auf DVD gibt es den 88-minütigen Streifen in deutscher Sprache zu sehen, dazu auch Untertitel in Deutsch. Als Extras gibt es 22 Minuten Interviews mit Cast und Crew, ein neunminütiges "Making Of", einen 18-minütigen Blick hinter die Kulissen, einige herausgeschnittene Szenen, Infos zu einigen Darstellern als Textseiten sowie das "Grillfest"-Spiel zum Film.

Seit dem 07.10.2004 auf DVD/VHS im Handel erhältlich.

(Tobi)