Die 18-jährige Meg (Agnes Bruckner) fühlt sich nach der Trennung ihrer Eltern ganz auf sich allein gestellt. Verlassen von ihrem Vater und nur wenig beachtet von der völlig überarbeiteten Mutter ist Meg gezwungen, sich neben Job und Schule auch noch um ihre geistig verwirrte Schwester Lily zu kümmern, die sich selbst verletzt aus Verzweiflung. Obwohl sie durchaus begabt ist, leiden Megs schulische Leistungen sehr unter ihrem Umfeld. Völlig überfordert mit ihrer Situation sucht Meg Trost bei ihrem Englischlehrer. Bei ihm entdeckt sie ihre Liebe zur Poesie, und er ermutigt sie, bei einem Dicht-Wettbewerb in Florida teilzunehmen. Besonders das von ihrer Familienproblematik beeinflusste Gedicht "Blue Car" drückt aus, was Meg denkt. Ihr Lehrer glaubt an sie - anscheinend als einziger. Und Meg gewinnt den nationalen Wettbewerb. Aus der anfänglichen Geborgenheit, die Meg bei ihrem Mentor findet, entwickelt sich schon bald eine mehrdeutige Lehrer-Schüler-Beziehung, vor allem, als ihr Schwester nach Einlieferung in die Psychiatrie verstirbt...

Der Film "Blue Car" ist eher wie ein Bühnenstück aufgemacht, leider aber ein Drama ohne große Akzente oder besondere Spannung, welches einen nicht so recht berührt. Man sieht Meg zwischen ihrer Dicht-Wettbewerbs-Hoffung und den privaten Familienproblemen, aber dies alleine reicht nicht aus für einen guten Film.

Auf DVD gibt es den 84-minütigen Film in Deutsch, Englisch und Italienisch zu sehen, dazu Untertitel in Deutsch, Englisch, Italienisch und Englisch für Hörgeschädigte. Als Extras gibt es den Audio-Kommentar von Regisseurin Karen Moncrieff und nicht weniger als 13 zusätzliche Szenen.

(Tobi)