Finanziell geht es ihnen in Londons Working Class zwar nicht gerade blendend, aber die Brüder Terry (Colin Farrell) und Ian (Ewan McGregor) legen all ihr Geld zusammen, um sich ein altes Boot für 6000 Pfund zu kaufen, dessen Wert sie weit höher einschätzen und mit dem sie dann zusammen mit ihren Freundinnen Wochenend-Bootsausflüge machen möchten. Ansonsten gestaltet sich ihr Alltag eher gegensätzlich. Terry verdient sein Geld als Automechaniker, verspielt es aber dann gerne wieder beim Pokern oder Hundewetten oder investiert es in Whiskey – mal gewinnt er, mal hat er Spielschulden. Ian arbeitet im Restaurant seines Vaters, träumt aber von großen Immobiliengeschäften im sonnigen Kalifornien. Für die Brüder ändert sich plötzlich einiges: Terry will mit seiner Freundin eine schöne, teure Wohnung kaufen, gewinnt erst 30.000 Pfund beim Pokern, verliert dann aber immer wieder, bis er mit 90.000 Pfund Schulden bei gefährlichen Kredithaien in der Kreide steht. Ian lernt durch Zufall die schöne Schauspielerin Angela (Hayley Atwell) kennen, die ihn geschickt anmacht und in die er sich dann Hals über Kopf verliebt, wobei er sich in geliehenen schicken Autos als erfolgreicher Geschäftsmann ausgibt. Da kommt der Besuch des reichen Onkel Howard (Tom Wilkinson) gerade recht, den sie um Hilfe bitten: Ian will sich 100.000 Pfund borgen, um in ein Immobiliengeschäft mit zwei Hotels in Los Angeles einzusteigen, und Terry benötigt besagte 90.000 Pfund, um seine Spielschulden zu tilgen. Onkel Howard ist bereit, den Jungs zu helfen - fordert jedoch eine unerwartete Gegenleistung: Ian und Terry sollen einen Geschäftsmann umbringen, der Howard ins Gefängnis bringen kann mit seinem Wissen über dubiose Machenschaften. Ian und Terry lehnen zuerst ab, da sie es sich überhaupt nicht vorstellen können, so etwas zu tun - aus Verzweiflung aber sagen sie dann doch zu...

Regie-Altmeister Woody Allen hat die Geschichte über Bruder-Zusammenhalt, Liebe, Verzweiflung und Moral geschickt inszeniert. Die Top-Besetzung mit Ewan McGregor, Colin Farrell und Tom Wilkinson bereitet Freude, vor allem aber ist die Handlung gut gestrickt, so dass man bis zum Schluss noch nicht ahnt, wie das Ganze enden wird. Guter Streifen!

Einziges Manko der DVD: Es gibt keinerlei Extras, was heutzutage schon sehr schwach ist.

Verkaufsstart: 4. Dezember 2008
Verleiher: Highlight Communications
Film-Website: www.cassandrastraum.film.de
Filmlänge: 108 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Ton: Dolby Digital 3.0



(Tobi)