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Eine der wohl ungewöhnlichsten Geschichten der Rockszene schreibt die Münchner Band Central Park: Gegründet 1983 spielte sich die Band bis zum Split 1989 „an die Spitze der deutschen Progrock-Liga“ (Keys). 2006 die völlig unerwartete Reunion, begleitet von der Veröffentlichung des CD/DVD-Doppeldeckers „unexpected“. Die Vorbilder sind schnell ausgemacht: ELP, Genesis, Yes, Deep Purple und Pink Floyd, „kopiert wird allerdings zu keiner Zeit, die Band glänzt durch viel Eigenständigkeit“ (Empire). Das enorme Medienfeed-back machte die Band nach dem Release von "unexpected" zur im Herbst 2006 sichtbarsten deutschen Progband in den hiesigen Magazinen und Zeitungen: Unter anderem 3 Sterne vom Rolling Stone und selbst der Kultur Spiegel schrieb „Hipster Vicent Gallo hätte seine Freude am majestätischen Debüt“. Das Konzert der DVD wurde im Januar 2007 im Rahmen der 1. Münchner Prog-Nacht aufgezeichnet. Central Park is back – mit der Magie von damals und der Wucht von heute.

“1. Münchner Prog-Reunion-Nacht“ war dieser knapp fünf Stunden dauernde Abend im Metropolis betitelt, den drei Münchner Bands musikalisch gestalten: Central Park, Engel wider Willen und Sahara. Bands, die Folgendes miteinander verbindet: Alle drei Gruppen haben 2006 unabhängig voneinander beschlossen, sich nach längerer Pause wiederzuvereinen. Alle drei Gruppen waren in ihrer jeweiligen Dekade – also in den 1970ern, 1980ern und 1990ern – zumindest in Bayern musikalisch wegweisend. “Es war reiner Zufall, der uns auf die Idee brachte, ein gemeinsames Konzert zu bestreiten.“ Sagt Artur Silber, Organisator und Festivalleiter der „Prog-Reunion-Nacht“ und gleichzeitig Schlagzeuger bei Central Park. Im Vorfeld des kompletten Festival-Mitschnitts steht Central Park stellvertretend für das „proggige“ München der 1980er.

Das Material von “unexpected” bildet den Grundstock für den knapp 70minütigen Set des Quintetts. Bereits der Opener “Face the Space” zeigt, wo die musikalische Reise hingeht: In die Welt des Bombast und Anlehnungen an die Klassik, in die Welt komplexer Kompositionen und opulenter Arrangements. Der 1985 entstandene Titel „Sleep on Mr. President“ zeigt, dass sich die Band bereits vor über 20 Jahren der Familie Bush angenommen hat. Der damalige Text über den Senior passt heute noch original auf den Junior, wie man seit Pink’s Welthit „Dear Mr. President“ weiß. Emotionaler Höhepunkt ist die Ballade „Silent Garden“, die Sänger Heiko Möckel seinem von ihm getrennt lebenden Sohn widmet. Das unbestrittene Highlight des Konzertes ist aber das Opus Magnum „Don’t Look Back“, das die Sage von Orpheus und Eurydike erzählt: 20 Minuten reinster Progressive Rock, bei dem alle Musiker nacheinander und gemeinsam sämtliche Register ihres Könnens ziehen und akustisch jene innere Zerissenheit verkörpern, welche die leidvolle Sehnsucht von Orpheus und Eurydike wohl ausmachte. Die Stimme und das bezaubernde Aussehen von “Eurydike” Cory Godess versetzen das Publikum unmittelbar in einen behaglichen Schock des getroffen seins, dem sich niemand mehr entziehen kann. Und opulent endet, was nur auf diese Weise enden kann: Eben jenen Pathos transportierend, der der Grundgeschichte zugrunde liegt.

Central Park Live! – ein gewagter aber geglückter Zeitsprung in die Achtziger: Musik zum Fühlen – handgemacht und unerwartet! Offensichtlich auch für den Schirmherrn der Prog-Nacht, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, der in seinem Grußwort schrieb: “Da geht auch mir, der ich die Musik von „Central Park“ noch selber in bester Erinnerung habe, das Herz auf.”

Mehr über Central Park findest du auf www.centralpark-band.de.

Spielzeit: 68 Minuten
Bildformat: 16:9
Ton: Stereo 2.0
Sprache: Deutsch



(Tobi)