CTS-MUM


Sarah Connor ist in den letzten Jahren zu einem der deutschen Superstars gereift. Die hübsche Sängerin konnte ihre tolle Stimme am 24. Januar 2003 im Düsseldorfer "Altes Kesselhaus" den 600 geladenen Gästen mal auf eine ganz besondere Art präsentieren, nämlich unterstützt nicht nur von Gitarre, Bass und Schlagzeug, sondern zusätzlich von einem kompletten klassischen Orchester, bestehend aus 35 jungen Musikern, und einem 16-köpfigen Chor. Das für eine T-Online-Liveübertragung realisierte und unter dem Motto "Pop meets Classic" stehende Konzert kann man nun in voller Länge auf DVD genießen, von DoRo Productions professionell und in bester Qualität eingefangen.

Eröffnet wird das Konzert durch eine fünfminütige Overtüre. Das Vision Symphony Orchestra unter der Leitung von Hans-Michael Dücker spielt ein starkes Medley aus Stücken Sarah Connors. Dann kommt die Sängerin in schickem Schwarz auf die Bühne und startet mit "That's The Way I Am". Begleitet wird sie bei ihren Songs durch den Chor junger Stimmen, was prima passt. Bei "He's Unbelievable" verschwinden die klassischen Elemente leider hinter dem geklauten Piano-Stakkato und dem Schlagzeug, sonst aber ist das Orchester-Arrangement sehr gut ausgearbeitet und eine definitive Bereicherung. Zu erwähnen ist außerdem ein überzeugender Gitarrist. Sarah positioniert sich auf der Bühne nicht nur um, von stehend über auf einem Hocher sitzend bei "Beautiful" und "Where Did U Sleep Last Night" bis später auf dem Piano liegend, sie zieht sich auch einige Male um. Den edlen Schwarz folgt ein sportliches, hellblaues Outfit, mit dem sie bei "Bounce" erstmals auftaucht. Später erobert sie in einem sexy durchsichtigen, schwarzen Spitze-Oberteil (natürlich mit schwarzem BH darunter) Piano und Bühne, und ganz zum Schluss wirft sie sich zu "One Nite Stand" in HipHop-Style. Vorher aber bekommt man die besten ihrer Songs dargeboten, ganz zur Freude der begeisterten Fans. Bei "Skin On Skin" werden Wunderkerzen und Leuchtstäben geschwenkt, und bei den flotten Songs wird mitgeklatscht - mitgesungen sowieso. Neben den eigenen Stücken interpretiert Sarah Connor auch vier Favoriten: "Get Here" von Oleta Adams, "I Say A Little Prayer" sowie "A Natural Woman" von ihrem Idol Aretha Franklin und "Summertime" von George Gershwin - schöne Coverversionen. Insgesamt ein gelungenes, sehr schönes Konzert, das die Künstlerin selbst zu Tränen rührt nach ihrer intensiven Version des Megahits "From Sarah With Love".

Neben dem 80-minütigen Mitschnitt gibt es als Extras noch ein 24-minütiges "Making Of", in dem man einiges über die Entstehung des Events erfährt, eine Discography mit einigen Songausschnitten, eine Gallery mit 28 Bildern, "Skin On Skin" sowie "One Nite Stand" als Multi-Angle-Clips und als Special Bonus noch die Unplugged-Performance des Beatles-Songs "Yesterday" aus der RTL Chart Show. Das auf dem Cover vermerkte Interview mit Sarah Connor über die Songs kann ich auf Anhieb nicht finden, trotzdem für Fans ein absolutes Muss, diese DVD.

(Tobi)