Am 6. April 2017 veröffentlicht STUDIOCANAL "Deepwater Horizon" auf DVD und Blu-ray, außerdem als Blu-ray Steelbook, 4K Ultra HD Blu-ray und digital.

   

Es war eine der größten, ja wenn nicht sogar die größte Umweltkatastrophe der Menschheitsgeschichte. Jeder kann sich wohl noch lebhaft daran erinnern, mit welcher Empörung man im April 2010 zur Kenntnis nahm, dass im Golf von Mexiko die Ölplattform "Deepwater Horizon" in die Luft flog und weite Teile des Ozeans sowie einen ganzen Küstenstreifen auf unabsehbare Zeit verseuchte. Ende 2016 kam also der dazu passende, auf den Ergebnissen der Ermittlungen zum Unglück basierende Action-Blockbuster zum Thema ins Kino, den man nun zu Hause erleben kann.

Ganz ohne Helden kommt der natürlich nicht aus, selbst wenn damals alle Beteiligten irgendwie einen Anteil an den tragischen Ereignissen hatten. Mit am wenigsten ist da vielleicht noch Chef-Elektroniker Mike Williams anzulasten, der doch eher zu den steten Warnern vor den Gefahren zählte und hier passenderweise vom Heldendarsteller und Chef-Sympathen schlechthin Mark Wahlberg ("The Fighter", "Departed - Unter Feinden") verkörpert wird. Williams, als Befehlsempfänger letztendlich auch nur ein Rädchen in der Profitmaschine Ölindustrie, kommt zu seiner Schicht auf die Bohrinsel, als die Schlampereien gerade so richtig Fahrt aufnehmen, und wegen des großen Zeitdrucks von den Verantwortlichen, hier: BP-Mann Vidrine (schön zynisch: John Malkovich) und Offshore-Manager Harrell (Kurt Russell), immer größere Risiken eingegangen werden. Das setzt Regisseur Peter Berg ("Hancock") technisch einwandfrei in Szene und baut den sich anbahnenden Super-GAU nachvollziehbar auf.

Dass man dabei schon bald zwischen Gut (Williams, Harrell) und Böse (Vidrine) unterscheiden lernt, bringt die Dramaturgie sicherlich voran, ist aber doch ziemliche Schwarz-Weiß-Malerei. Trotzdem ist Berg damit die Anteilnahme des Publikums gewiss, und kalt lässt einen das Ganze so bestimmt nicht. So nimmt das Unglück seinen bekannten Lauf, und man befindet sich immer mittendrin, wenn eine Explosion der anderen folgt, und einem die Metallbolzen nur so um die Ohren pfeifen. Dank besten Darstellerensembles gehen einem sogar die eilig aufgesetzten Einzelschicksale nahe, wenn auch Realität und Fiktion allzu pathetisch zu verschmelzen scheinen. Das aber ist allemal besser, als die reine Deklination der Geschehnisse, die tatsächlich schon genug Raum bekommt. Vielleicht ist es ja für das Einfühlungsvermögen sogar unabdingbar, dass einem immer wieder abwechselnd Flammen und Wasser entgegenschießen, aber die spannendsten Momente sind dann doch die, in denen einem zum Verständnis der Gesamtsituation die Drucktests des Bohrgestänges detailliert vorgeführt werden. Manch einer mag das für technokratisch halten, das ganze Ausmaß an profitgetriebener Pflichtverletzung tritt jedoch an keiner Stelle so frappierend zu Tage wie hier, und der Streifen kratzt nur da mal so richtig an der ansonsten dichten Oberfläche.

Tatsächlich ist Berg vor dem realen Hintergrund ein Katastrophenfilm spektakulärster Machart gelungen, dem aber mit laufender Spielzeit vor lauter Effekten ein bisschen die Tiefe ausgeht. Das macht sich trotz Beklagen der Todesopfer vor allem dadurch bemerkbar, dass die globaleren Folgen, die das primäre Unglück noch Monate überdauerten mit kaum einer Silbe Erwähnung finden.

Als Extras findet man ein "Making of", Featurettes, Interviews und "Behind the Scenes"-Material.



Verkaufsstart: 6. April 2017
Verleiher: STUDIOCANAL
Film-Website: www.deepwaterhorizon-film.de
Filmlänge: 107 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9 (2,40:1)
Ton: Dolby Atmos (Blu-ray), Dolby Digital 5.1 (DVD)


Wir verlosen zum Verkaufs-Start eine Blu-ray und eine DVD des Films. Zur Teilnahme einfach hier klicken. Einsendeschluss ist der 6. Juni 2017. Viel Glück!

(Mick)