Der vielleicht verrückteste aller Disney-Zeichentrickfilme ist "Alice im Wunderland" aus dem Jahr 1951. Das Mädchen Alice sitzt mit ihrem Kätzchen am See und fantasiert mal wieder vom Wunderland, in dem alle Tiere sprechen können und alles einfach anders ist als in der Realität. Plötzlich hoppelt ein weißer Hase vorbei, der in Menschensprache klar macht, er habe keine Zeit. das interessiert Alice natürlich, also flitzt sie ihm nach. Nachdem sie in eine Höhle geklettert ist, fällt sie in eine tiefes Loch. Anstatt vor Angst außer sich zu sein, genießt Alice den langen Flug, der dann auch durch die Fallschirmwirkung ihres Kleids serh gemächlich von statten geht. Sie landet - na klar, in einem Wunderland. Was sie dort alles erlebt, ist eigentlich wie ein Drogentripp - bunt, schrill, verrückt. Eine fette Raupe raucht bunte Buchstaben und dichtet, ein verrückter Hutmacher feiert fast jeden Tag in Jahr seinen Nichtgeburtstag und trinkt dazu Massen an Tee, eine Tigerkatze erscheint hier und dort, löst sich dann wieder auf, zwei witzige Gestalten erzählen eine Geschichte von Austern. Dies ist nicht alles. Alice wird durch einen Zaubertrank oder eine Morchel passend klein oder wieder groß, hat also ihren Spaß, bis sie Heimweh bekommt, nach Hause will. Aber wie? Vielleicht hilft die Herz-Königin, die in ihrem Staat aus Spielkarten und einem nicht ernstzunehmenden Gnom von König mit harter Hand regiert...


Der Film ist, wie erwähnt, ein Rausch von bunten Bildern und obskuren Figuren - macht aber Spaß, wenn man nicht gerade eine sinnvolle Handlung erwartet. Auf der DVD gibt es den 72-minütigen Farbenreigen in deutscher, englischer und hebräischer Sprache zu sehen, außerdem Untertitel in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch, Kroatisch und Slowenisch. Als Extras findet man ein kleines Spiel, außerdem einen Micky-Kurzfilm, einen interessanten, zehnminütigen Blick hinter die Kulissen des Films und ein "Sing mit uns"-Lied.

(Tobi)