Disney und Pixar bescherten dem Kino 1998 drei Jahre nach dem großartigen "Toy Story" erneut ein rein am Computer animiertes Abenteuer. Stars des Films sind hier nicht Spielzeuge, sondern Insekten. Ein Ameisenvolk wird jedes Jahr von einer Horde Grashüpfern schikaniert, die sich stets einen Teil der Ernte von den fleißigen Rackern abholt. Da man sich nicht mehr länger unterbuttern lassen will, bittet der kleine Flik, der versehentlich die Opfergabe zerstört und die Grashüpfer damit erzürnt hat, einige Insekten, zur Hilfe zu kommen, da er sie für Helden hält. Leider weiß Flik nicht, dass er eine Flohzirkus-Truppe engagiert hat. Diese agiert dann auch dementsprechend enttäuschend - die Ameisen sind schockiert, ihre letzte Hoffnung scheint ein Schuss in den Ofen gewesen zu sein. Doch so leicht geben die Raupe Gustl, der Nashornkäfer Dim und ihre Freunde nicht auf, sie wollen helfen...

"Das große Krabbeln" ist ein großer Spaß für Jung und Alt, der durch seine perfekten Bilder mit viel Liebe zu Details ebenso besticht wie durch Handlung und seinen Witz. Die Story - die durchaus an den Spaß-Western "Die drei Amigos" mit Steve Martin erinnert - ist sehr kurzweilig und man kann viel lachen. Für bekannte Stimmen sorgen übrigens Kai Wiesinger, Rufus Beck oder Ottfried Fischer als Synchronsprecher. Von Liebesgeschichte bis Heldentum hat der Streifen alles, was man von ihm erwarten konnte. Highlights sind sicherlich die Regenszene und die Drehpannen, die man im Abspann noch zu sehen bekommt - wer im Kino zu früh gegangen ist, hat Tolles verpasst. Die Oscar-nominierte Musik von Randy Newman komplettiert alles - muss man gesehen haben!



Auf der DVD gibt es den 93-minütigen Film in deutscher und englischer Sprache zu sehen, außerdem Untertitel in den beiden Sprachen. Als Extras findet man auf einer Extra-DVD jede Menge tolles Material, teilweise in Deutsch, teilweise im Original mit deutschen Untertiteln. Der Blick hinter die Kulissen der Produktion ist bei diesem computeranimierten Streifen natürlich sehr interessant. Man erfährt sehr viel über die Entstehung des Films in Story und Technik, sieht die Gags vom Dreh und zusätzliche Szenen, die nicht im Film vorkommen. Die "Fleabie-Rolle" mit einem komischem Stoffinsekt als erste Präsentation des Film ist zu finden, Trailer, Filmplakate, Berichte über Sound und Bildformate - einfach alles. Als besonderes Schmankerl ist außerdem der Pixar-Kurzfilm "Geri's Game" über einen alleine Schach spielenden, alten Mann enthalten, der 1997 als bester animierter Kurzfilm einen Oscar erhielt - tolles, kleines Geschichtchen.

(Tobi)