Vor zwei Jahren kam "Fantasia 2000" in die Kinos und griff die Magie wieder auf, die einst von Walt Disney in seinem Meisterwerk "Fantasia" geschaffen wurde - die Verknüpfung von Meisterwerken klassischer Musik und Zeichentricks. Im Gegensatz zum Nachfolger ist im Original noch alles handgezeichnet und liebevoller noch angerichtet, damals war der Film eben etwas absolut Neues, ein Versuch, der großen Erfolg brachte, damals, Anfang der 40er-Jahre - lang, lang ist's her.

Leopold Stokowski dirigiert das Philadelphia Orchestra, zusammen lassen sie große Klassik erklingen: "Die Nussknacker-Suite" von Peter Tschaikowsky (kleiner Tipp: Wer über ihn mehr wissen will, sollte sich die parallel erscheinene Dornröschen-DVD holen), "Ave Maria" von Franz Schubert, "Le sacre du printemps" von Igor Strawinsky, "Toccata und Fuge in D-Moll" von Johann Sebastian Bach, "Der Zauberlehrling" von Paul Dukas, "Die Pastorale" von Ludwig van Beethoven, "Tanz der Stunden" von Amilcare Ponichielli und "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" von Modeste Moussorgsky. Die Bilder dazu stammen aus den Federn der Disney-Zeichner, die ihren Fantasien freien Lauf gelassen haben - von buntem Farbenspiel über Micky Maus als Zauberlehrling, von familie Pegasus bis Zeus, von der Entstehung der Menschheit bis in die Hölle, von großäugigen Fischdamen bis zu Ballet tanzenden Nilpferden.

"Fantasia" ist mit teilweise auch anspruchsvoller Klassik nicht unbedingt ein Kinderfilm, auch die Länge von fast zwei Stunden spricht hiergegen, jedoch ist es vielleicht ein Weg, Kinder an klassische Musik heran zu führen und Erwachsene für Zeichentrick zu begeistern.



Auf der DVD gibt es den 112-minütigen Film in deutscher und englischer Sprache (bei den Zwischenmoderationen - Musik spricht ja alle Sprachen) zu sehen, außerdem Untertitel in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Als Extra findet man den tollen Kurzfilm "Clair De Lune" zur wunderbaren Musik von Claude Debussy - das passt ja.

(Tobi)