In Walt Disneys "Taran und der Zauberkessel" geht im Land Prydain Böses vor sich. Der gehörnte König ist kurz davor, mit einer Armee toter Krieger das Reich zu tyrannisieren. Hierfür braucht er allerdings noch den sagenhaften, schwarzen Zauberkessel, dessen Verbleib nur das mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete Schwein Hen Wen kennt. Dieses wird vom jungen Taran tagein tagaus gehütet, der so gerne ein großer Ritter wäre anstatt eines einfachen Schweinehirten. Als Taran vom Kessel und Hen Wens Fähigkeiten erfährt, flieht er mit dem Schwein. Im Wald lernt er den merkürdigen, aber witzigen Gurgi kennen, ein kleines pelziges Wesen. Plötzlich aber wird Hen Wen von fliegenden Drachen entführt, und nun kann Taran beweisen, dass er ein Held ist - er macht sich auf ins Schloss des Königs, um Hen Wen zu befreien, mit Hilfe von Prinzessin Eilonwy, dem trotteligenn Barden Fflewddur und einem magischen Schwert.

Der Film aus dem Jahr 1985 überrascht dadurch, dass er für einen Disney-Zeichentrickfilm ungewöhnlich düster ist. Der gehörnte König ist von allen Diney-Bösewichtern vielleicht der Schreckensvollste, für Kinder durchaus gruselig. Gerade dies aber macht den Reiz von "Taran und der Zauberkessel" aus, dass er anders ist. Die erschaffene Welt der Fabelwesen macht den Streifen zu einem Fantasy-Trickfilm, der technisch sehr gut gemacht ist. Lieder gibt es keine, auch hier unterscheidet sich "Taran" von anderen Disney-Klassikern, und abgesehen von Gurgi gibt es auch nicht viel zu Lachen - Spannung ist angesagt. Mal ein Disney-Film, der vielleicht eher für Erwachsene als für Kinder angelegt ist.



Auf der DVD gibt es den 76-minütigen Film in deutscher und englischerSprache zu sehen, außerdem Untertitel in Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Als Extras findet man den witzigen Kurzfilm "Donald, Geister und Gespenster", das kleine Spielchen "Die Suche nach dem Zauberkessel!" und eine virtuelle Galerie.

(Tobi)