Auf "Zauberhafte Märchenwelt Teil 5" aus dem Hause Disney findet man sechs Geschichten, die alle zwischen sieben und neun Minuten lang sind. Los geht es mit "Ferdinand, der Stier". In Spanien wächst Ferdinand etwas anders auf als gleichaltrige Jungstiere - statt wild herum zu tollen und sich die Hörner zu stoßen, liegt er unter seinem Lieblingsbaum und schnuppert an Blumen. Auch wenn seine Mutter sich sorgt, er könne in Schwermut verfallen, geht es ihm so wunderbar. Jahre später ist er groß, doch geändert hat sich nichts. Während alle Stiere davon träumen, in Madrid an einem Stierkampf teilzunehmen, interessiert Ferdinand sich nur für Blumen und Natur. Als fünf Männer kommen, um Stiere für die Arena auszuwählen, setzt sich Ferdinand auf eine Hornisse und wird gestochen. Vor Schmerzen springt er wild herum und wird prompt für Madrid erwählt. Gerade er muss nun kämpfen.

In "Lambert, der kleine Löwe" bringt der Storch einer Schafherde Nachwuchs. Leider hat er das Löwenjunge Lambert wegen seines Namens mit einem Lamm verwechselt und ebenfalls bei sich. Lambert ist dies egal, er fühlt sich wohl bei den Schafen, und seine neue Mutter ist froh, endlich ein Kind aufziehen zu können. Die anderen Lämmer verspotten ihn, und dies ändert sich auch später nicht, wo er schon ein ausgewachsener Löwe ist - Lambert ist einfach zu brav und lieb. Eines Nachts dann aber bietet sich ihm eine Chance, anerkannt zu werden, als ein Wolf die Herde angreift.

"Die drei kleinen Schweinchen" kennt wohl jeder. Fiedler und Pfeiffer sind unbekümmert und bauen sich Hütten aus Stroh und Holz, während Schweinchen Schlau aus Angst vor dem Wolf ein Steinhaus errichtet. Fiedler und Pfeiffer sind sich keiner Gefahr bewusst und singen "Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?" Es kommt, wie es kommen muss. Der Wolf greift an, und die Hütten der beiden halten nicht stand, als er aus voller Lunge bläst. Sie fliehen zu Schlau. Wird sein Haus halten?

"Die drei blinden Musketiere" zeigt uns ein mutiges Mäusetrio, welches durch Tolpatschigkeit, Unbekümmertheit, Degenkunst und Zusammenhalt den Fallen des Katers Captain Katt entkommt - den blinden Nagern fällt nicht einmal auf, dass er selbige gestellt hatte.

In "Die drei kleinen Wölfe" treffen wir unsere kleinen Schweinchen wieder. Fiedler und Pfeiffer sind nach wie vor unbekümmert, während Schlau an einer Wolfsberuhiger-Maschine baut. Als die beiden Müßiggänger ihn veräppeln, indem sie in das Wolfsalarm-Horn blasen und ihn hiermit in Aufruhr versetzen, ist er alles andere als erfreut. Mit Hilfe seiner drei Söhne und einer plumpen List schafft es der böse Wolf kurz darauf, Fiedler und Pfeiffer in sein Versteck zu locken. Das Wolfsalarm-Horn hilft nun nichts mehr, Schlau glaubt nämlich wieder an einen Scherz der beiden. Die Situation scheint ausweglos...

Zum Abschluss gibt es noch einige Minuten Einsicht in das Tal der Osterhasen, wo keine besondere Geschichte erzählt wird. Hier schaut man der witzigen Schar an Hühnern und Hasen zu, wie sie bester Laune hochmotiviert an Schokoladen-Eiern und bemalten Hühnereiern für das Osterfest arbeiten, wobei jeder einbezogen wird, auch alte und weniger schlaue Häschen.

Insgesamt eine schöne Sammlung nett gemachter Geschichten. Mal steht die Moral der Geschichte im Vordergrund, mal reine Freude an den Figuren. "Die drei kleinen Schweinchen" besticht durch seine Musik und Reime, doch auch die anderen Cartoons bereiten viel Freude.

Auf der DVD gibt es die Cartoons in deutscher, englischer, italienischer und spanischer Sprache zu sehen, außerdem Untertitel in eben diesen Sprachen. Als Extra findet man wie gewohnt ein kleines Spiel, bei dem man leichte Fragen zu Disney-Filmen beantworten muss.

(Tobi)