Irgendwie passend zur Erstaufführung des gleichnamigen Musicals am 18. Dezember in Oberhausen erscheint der Klassiker "Die Schöne und das Biest" aus dem Jahr 1946 auf DVD. Die Handlung kennt wohl jeder, wer allerdings vor allem an die erfolgreiche Disney-Zeichentricksadaption des Stoffs von Madame Leprince de Beaumont denkt, dem sollte klar sein, dass in dieser natürlich einiges kindgerecht ausgeschmückt wurde, vor allem die vermenschlichten Gegenstände wie der Kerzenleuchter Lumiere oder die Teekanne Madame Pottine. Im Klassiker besitzen einige gegenstände zwar auch menschlich Züge, hierfür werden aber vor allem Arme und Köpfe eingesetzt, die stoisch an ihrem Platz verharren und sich nur dort bewegen. Was gleich ist, ist die Grundhandlung:

Bella ist eine von drei Töchtern eines verarmten Kaufmanns und etwas wie das Aschenputtel die Liebe und Nette anstatt nach Ruhm und Reichtum strebend wie die Schwestern. Als es so aussieht, als habe ihr Vater plötzlich doch berufliches Glück, zerschlägt sich dieses leider schnell wieder, und irgendwie landet er auf seiner Reise zurück in einem merkwürdigen Schloss. Hier begegnet er der Bestie, und da er unwissentlich etwas Verbotenes im Garten tut, macht die Bestie ihm klar, dass er sterben muss, es sei denn, eine seiner Töchter würde anstelle seiner auf das Schloss kommen. Als einzige fühlt sich Bella, die ihren Vater über alles liebt, verpflichtet, und so gesellt sie sich zu dem Biest. Dieses sieht zwar erschreckend aus, zeigt aber auch menschliche und teilweise sehr nette Züge, scheint oft auch nur Sehnsucht zu haben und die neue Gesellschaft zu begrüßen. Als sie dann aber eines Tages für kurze Zeit zurück in ihr Dorf darf, nimmt das Ganze einen ungewollten Verlauf.

Der Regisseur und Dichter Jean Cocteau erschuf den Klassiker mit Jean Marais in einer Dreifachrolle. Auch wenn das Ganze natürlich völlig veraltet daher kommt, was Effekte, Maske und Grusel betrifft, besitzen diese alten Schwarz-Weiß-Schinken doch ihren ganz besonderen Charme im Gegensatz zu vielen heutigen Material- und Effektschlachten.

Zusätzlich zum Film findet man als Extras auf einer zweiten DVD die Dokumentation "Aufführung im Majestic", Interviews mit Henri Alekan und dem Maskenbildner Hagop Arakelian, den Original- wie auch Restaurationstrailer, eine Restaurationsdokumentation und Biographien.

Verkaufsstart: 9. Dezember 2005
Verleiher: e-m-s new media
Filmlänge: 90 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 4:3
Ton: Dolby Digital 2.0



(Tobi)