Fantastic Four – das steht für die erste und kultigste der vielen Marvel Comicreihen. Bernd Eichinger hatte sich die Filmrechte für dieses Material bereits vor 20 Jahren gesichert – nun wurde es filmisch umgesetzt und kommt als Kauf DVD auf den Markt.

Zur Geschichte: Nach längerer Zeit treffen sich der geniale aber etwas spießige Wissenschaftler Reed Richards (Ioan Gruffud), seine frühere Frau und Genforscherin Susan Storm Richards (Jessica Alba), deren draufgängerischer Bruder und Pilot Jonathan Storm (Chris Evans) sowie Reed Richards´ ehemaliger Klassenkamerad Victor Von Doom (Julian McMahon). Dieser ist in der Zwischenzeit zum reichen und selbstverliebten Firmenmonarchen aufgestiegen, ist Chef von Susan und steigt dieser mit eindeutigen Angeboten nach. Mit von der Partie ist auch Richards bester Freund und Co-Pilot Benjamin Jacob Grimm (Michael Chiklis).

Bei einem Gen-Experiment während einer gemeinsamen Reise in den Weltraum - bei dem die Wissenschaftler die menschliche DNS und ihre möglichen Veränderungen untersuchen wollen - kommt es zu einem Unfall, dem alle fünf Mitglieder der Expedition ausgesetzt werden. Nach der Rückkehr zur Erde zeigen sich die Folgen, allerdings bei jedem einzelnen der Besatzungsmitglieder in unterschiedlicher Art und Weise. Während Reed Richards durch unendliche Elastizität seines Körpers auffällt, wirkt sich der Unfall bei Susan Storm (Invisible Woman) dahingehend aus, dass sie sich unsichtbar machen und Kraftfelder erzeugen kann. Ihr Bruder Jonathan wird zu einer lebenden Fackel (Human Torch), die mit Feuerbällen schleudern kann und Benjamin Grimm mutiert zu einem grobschlächtigen Kraftklotz (The Thing). Auch Von Doom kann sich seiner Veränderung nicht entziehen (Dr. Doom) – unglaubliche Kraft, eine nahezu undurchdringbare Panzerung und ein schier unerschöpfliches Arsenal an High-Tech Waffen machen ihn zu einem harten Gegner für die Fantastic Four. Allerdings geht die Verwandlung der Protagonisten nicht ganz einfach vonstatten. Während Grimms Ehe bei seiner Verwandlung zum Ding scheitert, kostet Benjamin Storm seine Verwandlung in jeder Hinsicht voll aus.

Mit seinem Humor, den unterschiedlichen Sichtweisen auf das Superheldentum, einem Spritzer Liebe und genügend Action – die allerdings nicht zu sehr im Vordergrund steht und so gegebenenfalls zu sehr von der Story der Entstehung des Quartetts ablenkt – zeigt sich die Verfilmung des ältesten Marvel-Comics von ihrer besten Seite: Unterhaltendes Popcorn-Kino in Reinkultur.

Die Rollen sind gut besetzt – mit Julian McMahon (Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis) als Dr. Doom, Michael Chiklis (The Shield – Gesetz der Gewalt) als The Thing, Jessica Alba (Dark Angel, Sin City) als Susan Storm und Chris Evans (Final Call – Wenn er auflegt muss sie sterben) als The Torch sind vorwiegend Schauspieler zum Einsatz gekommen, die eine gewisse Bekanntheit haben, jedoch noch nicht zur ersten Riege der Topstars aus Hollywood zählen. Das ist aber keineswegs störend, sondern erfrischt den Film und macht die Charaktere ehrlicher.

Die Spezialeffekte sind durchweg gut gelungen, wenn auch nicht mega-spektakulär wie zuletzt in Spiderman. Bei der Verwandlung von Benjamin Grimm (The Thing) sind die Filmemacher nicht der Versuchung erlegen, die neuesten Computertricks anzuwenden. Vielmehr kommt die gute alte Latexmaske zum Einsatz. Wenn diese zunächst auch ein wenig verstaubt anmutet, trägt sie nicht zuletzt doch zur Glaubhaftigkeit bei.

Die DVD bietet den 102-minütigen Hauptfilm in Dolby Digital 5.1 / DTS 5.1 (Bildformat: 2,35 in 16:9) in deutscher oder englischer Sprache mit Untertiteln, ein Featurette mit deutschen Untertiteln, das "Making of Fantastic Four" mit deutschen Untertiteln, ein Musikvideo von "Everything burns", ein "Hinter den Kulissen" mit deutschen Untertiteln sowie Darstellerinfos.

Verkaufsstart: 2. Dezember 2005
Verleiher: Highlight Communications
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Website zum Film: www.fantasticfour.film.de



(Kai)