In Disneys Special Collection Sammler-Reihe mit dem Motto "Große Filme mit Spaß-Garantie" erscheint im August 2003 neben "Elliot, das Schmunzelmonster", "Toy Story 2" und "Ein Königreich für ein Lama" auch "Fröhlich, frei, Spaß dabei" auf DVD. Hierbei handelt es sich nicht um einen eigenständigen Film, sondern um zwei jeweils halbstündige Disney-Geschichten mit Rahmenhandlung. Los geht es mit Pinocchios Grille Jiminy Cricket, die erläutert, dass das Leben doch schön ist und man es trotz einiger schlechter Nachrichten genießen kann, wenn man stets gut gelaunt ist - das Ganze gibt es musikalisch untermalt. Jiminy entdeckt eine Schallplatte von Dinah Shore mit der Geschichte von Bongo und legt diese auf.

Im ersten Filmchen lernt man den Zirkusbären Bongo kennen, der Abend für Abend mit seinen Kunststücken das Publikum begeistert, aber sofort nach seinem Auftritt wieder in seinen Käfig gesteckt wird, wie ein Gefangener behandelt. Er hört den Ruf der Freiheit und folgt diesem, bricht während einer Zugfahrt aus. Inmitten schöner Natur ist Bongo auf seinem Einrad glücklich, aber auch unbeholfen. Gleich in der ersten Nacht machen ihm ein Gewitter und Kälte zu schaffen. Er ist bereits gefrustet, lernt dann aber eine süße Bärendame kennen. Hinter ihr ist leider auch ein rabiater, viel größerer Bär her, und so scheint Bongo keine Chance zu haben - denkt er. Die Geschichte wird mit einigen guten Songs ausgeschmückt, die mal in Deutsch, mal in Englisch erklingen - besonders der Folksong zum Liebesklaps macht Stimmung.

Nach dieser Story gelangt Jiminy in ein Wohnzimmer, wo zwei Kinder zusammen mit ihrem Daddy und zwei lebendigen Puppen sitzen, von denen die eine - Charly - vorlaut und witzig ist, die andere - Mortimer - eher langweilig. Der Vater erzählt eine Geschichte, die man als Zeichentrickfilm sieht:

In einem malerisch schönen Tal herrscht eitel Sonnenschein, bis eines Tages die singende, goldene Harfe gestohlen wird, die "So ein schöner Tag" immer so wunderbar gesungen und hiermit für positive Energie gesorgt hat. Alles im Tal scheint nun auszusterben, nur eine Kuh und drei Bauern sind noch übrig. Diese werden von Donald, Mickey und Goofy verkörpert und essen gerade völlig herunter gekommen ihre letzte Bohne. Nachdem Donald schon mit der Axt auf die Kuh los will, verkauft Mickey diese im nächsten Dorf für ein paar magische Bohnen, die er nachts bei Vollmond pflanzen soll. Was wie Humbug klingt, ist keiner. Eine riesige Bohnenstange wächst in den Himmel und nimmt die Hütte samt der schlafenden Bauern mit. Am nächsten Morgen sehen diese zu ihrer Überraschung eine farbenfrohe, neue Welt und ein großes Schloss. Zwar sind sie winzig klein und sogar eine Libelle scheint wie ein Kampfbomber, trotzdem machen sie sich voller Abenteuerlust auf ins Schloss, wo sie tolles Essen vorfinden. Leider allerdings wohnt hier auch ein böswilliger und etwas dusseliger Riese - er hat die Harfe gestohlen, die sie wieder finden. Hierbei allerdings werden sie entdeckt, und sie scheinen keine Chance gegen den übergroßen Gegner zu haben...

Während man Bongos halbe Stunde (übrigens aus dem Jahr 1947) ohne Unterbrechung sieht, gibt es bei der zweiten Geschichte einige Kommentare zu hören, vor allem von Charly - und man sieht Jiminy, wie er sich gemütlich beim Zuhören Kuchen oder einen Drink genehmigt. Insgesamt zwei nette kleine Filmchen - nicht vom Format eines abendfüllenden, groß ausgeklügelten Disney-Streifens, aber spaßig in jedem Fall.


Auf der DVD gibt es die 70 Minuten in Deutsch und Englisch zu sehen, wobei man bei Dinah Shores Liedern ruhig mal auf Englisch schalten sollte, sind sie doch weit schöner so. Untertitel gibt es in Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Französisch. Als Extras findet man ein 15-minütiges "Making Of".

(Tobi)