Irgendwo im Nirgendwo ist Farmer Dan (John Lynch) auf seinem abgeschieden gelegenen Bauernhof beunruhigt. Gegen gute Bezahlung hat er dem Wissenschaftler John (Marcel Iures) zwei seiner trächtigen Kühe für ein genetisches Experiment zur Verfügung gestellt. Nun steht die eine der Kühe kurz vor der Geburt, aber irgend etwas scheint nicht normal zu sein, die Kuh verhält sich ungewöhnlich. Dans Ex-Freundin Orla (Essie Davis), über deren Verlust an seiner Seite der Farmer noch lange nicht hinweg ist, hat das Ganze eingefädelt und ist als Tierärztin mit beteiligt. Sie untersucht das Innenleben der Kuh - und wird von irgend etwas an der Hand verletzt, scheinbar gebissen. John kommt hinzu und verkündet nach Ansicht der Ultraschallbilder, alles laufe normal nach Plan ab. In der nächsten Nacht aber sieht dies ganz anders aus. Die Kuh ist blutüberströmt, scheint kalben zu wollen, hat hierbei aber Probleme. Da Dan auf der Farm alleine ist und Orla nicht erreichen kann, bittet er Jamie (Sean Harris) und Hilfe, der mit seiner Freundin Mary (Ruth Negga) im Wohnwagen auf Dans Gelände für ein paar Tage Unterschlupf sucht - vor wem sie sich auch immer verstecken. Mit Hilfe einer Seilwinde schaffen es Dan und Jamie, das Kalb aus der Kuh zu ziehen. Zuerst scheint es tot - doch Dan weiß Abhilfe und bald atmet das Kalb nicht nur, es beißt Dan auch herzhaft in die Hand. Was stimmt hier nicht? Als Orla kommt, findet sie heraus, dass das Experiment schief gelaufen ist. Sie tötet die wild gewordene Kuh, das Kalb stirbt an übergroßen Organen. Als Orla es aufschneidet, stellt sie genetische Abnormitäten fest, wie sie beim Klonen vorkommen können. Und noch etwas: Das Kalb war trächtig, hatte sechs völlig missgebildete Föten in sich. Eine dieser aggressiven Mutationen ist sogar noch am Leben und kriecht unbemerkt ins Dunkel der Nacht. Bald schon beginnt für die fünf Akteure ein Kampf gegen etwas, was sie nicht kennen und nur schwer aufspüren können, auch wenn das Wesen rasant wächst...

"Isolation" wurde beim "Fantastic Fest 2006" in Austin/Texas gleich vierfach ausgezeichnet, als bester Film, für beste Regie und Kamera, sowie mit dem Jury Award. Auch beim "Gérardmer Film Festival: Grand Prix" gab es einen Award der internationalen Kritiker. Und dies nicht zu Unrecht. Regisseur Billy O'Brien schafft es, eine äußerst dichte, bedrohliche Atmosphäre zu erzeugen, und dies mit einfachen Mitteln, ohne auf billige Effekthascherei oder überraschende Schreckmomente zurück zu greifen. Ein abgeschiedener Bauernhof, Einsamkeit, Dunkelheit und Ungewissheit genügen, dazu gute Bilder und apokalyptische Klangflächen statt pompöser Musik. So wird viel Spannung erzeugt und Langeweile kommt nicht auf, obwohl die gesamte Handlung nur an einem Ort - dem Bauernhof - spielt und es eigentlich nur fünf Akteure plus einen kurz auftauchenden Polizisten gibt. Und dass Gen-Experimente sicher nicht immer gelingen, das glaubt sowieso jeder. Urlaub auf dem Bauernhof ist nach Ansicht von "Isolation" sicher nicht mehr der nächste Ferienwunsch.

Als Extras gibt es die 21-minütige Dokumentation "Inside the Barn", acht Minuten Fragestunde vor Publikum mit Regisseur Billy O'Brien, Entwürfe des Creature Design als Diashow, einen vierminütigen Vergleich von Storyboard und Film sowie den 14-minütigen Kurzfilm "The Tale of the Rat that wrote".

Verkaufsstart: 19. Januar 2007
Verleiher: Sunfilm Entertainment
Filmlänge: 91 Minuten
FSK: keine Jugendfreigabe
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2,35:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1 / DTS



(Tobi)