Für Rosso (Scott Glenn) und seinen Sohn Paul (Brendan Fraser) soll es die entscheidende Nacht werden, die den Ausstieg bedeutet. Rosso will nur noch einen Koffer voller Kokain an Afrikaner verkaufen, dann seinen Nachtclub mitten in Sao Paulo an Paul übergeben und mit seiner hübschen, jungen Frau Angie (Catalina Sandino Moreno) und dem jungen Sohn raus aus der vor Brutalität strotzenden Stadt auf's Land ziehen. Paul hingegen hat andere Pläne, von denen sein Vater nichts ahnt. Er will seinem Vater nicht nur das Geld des Drogenhandels stehlen, sondern auch Angie, mit der er schon lange eine Affäre hat. Mit einem Mann vom Drogendezernat hat er einen Deal, dass Angie und er neue Identitäten bekommen und sich so absetzen können. Kompliziert wird es, als der für die Drogenübergabe an die Afrikaner vorgesehene Baba beim Sex mit einem Transvestiten verreckt - wer soll nun das Kokain überbingen, der die Sprache Yoruba der Käufer spricht? In der Küche seines Nachtclubs findet Rosso den Richtigen - er gewinnt den nigerianischen Tellerwäscher Wemba (Mos Def) für den Deal. Paul misstraut diesem zwar, aber sie haben keine andere Wahl, und so macht sich Wemba mit mulmigem Gefühl und dem Koffer voller Kokain auf den Weg zum Hafen, wo der Deal auf einem Schiff dann auch vollzogen wird. Kurz darauf wird Wemba allerdings von Straßendieben niedergeschlagen. Hierbei verliert er zwar nicht den Rucksack voller Geld, aber viel Zeit - und schon glauben Rosso und Paul an Betrug. Während Rosso sich selbst auf die Suche nach Wemba macht, schickt Paul zwei brutale Gesellen aus. Dabei ist er selbst auch kein Kind von Traurigkeit, hat gerade erst einem Transvestiten, der ihn im Streit versehentlich verletzt hatte, die Wangen aufgeschlitzt. Wer also wird Wemba als erster finden, was passiert mit ihm, und wie kann Paul jetzt noch seine Pläne gegen den ahnungslosen Vater durchführen? Die Lage spitzt sich mehr und mehr zu, und die Emotionen kochen allerseits hoch...

"Journey To The End Of The Night" ist ein gut gemachter Action-Thriller, der von seiner dichten Atmosphäre, einer guten Story und überzeugenden Darstellern profitiert. Brendan Fraser sah man selten in einer so harten Rolle, wobei er genauso auch zerbrechliche Momente hat und bestens spielt. Scott Glenn verkörpert den alten Nachtclubbesitzer mit typischer Ruhe, Mos Def liegen diese Rollen des sympathischen, plötzlich in etwas hereingezogenen Unschuldslamms (wie schon bei "16 Blocks") bestens, und Catalina Sandino Moreno besticht nicht nur durch ihr umwerfendes Aussehen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde ein spannender Streifen, auch wenn es sich logisch nicht erschließt, warum es unbedingt der gleiche Transsexuelle sein muss, bei dem anfangs der Drogenkurier stirbt und der später Stress mit Paul bekommt. Aber dies spielt keine entscheidende Rolle, und sonst ist die Handlung gut gestrickt und gefällt.

Als Extras gibt es ein 17-minütiges "Making of", Trailer zum Film, eine Bildergalerie und Bio-/Filmografien der Hauptdarsteller als Textseiten.

Verkaufsstart: 1. Februar 2007
Verleiher: e-m-s new media
Filmlänge: 85 Minuten
FSK: Keine Jugendfreigegabe
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: Widescreen 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1



(Tobi)