Wer denkt, dass derber Humor erst in den letzten Jahren aufgekommen ist, der sollte sich mit "Kentucky Fried Movie" eines Besseren belehren lassen - endlich auch auf DVD. Für durchgängige Beanspruchung der Lachmuskeln gab es in den frühen 80er-Jahren vor allem zwei Synonyme - die britischen Komiker von Monty Python, um die es hier nicht geht, und das Trio Zucker-Abrahams-Zucker. Die Brüder David und Jerry Zucker zusammen mit Jim Abrahams waren es, die mit ihrer "Unglaublichen Reise in einen verrückten Flugzeug" für Lachkrämpfe sorgten, mit "Top Secret" oder ihrem Komissar Frank Drebin in den "Nackte Kanone"-Filmen oder vorher der "Police Squad"-Serie. Ganz am Anfang jedoch stand 1977 schon ein Meisterwerk, welches die drei in Zusammenarbeit mit John Landis verwirklichten - eben "Kentucky Fried Movie". In 20 Sequenzen wird die Medienwelt in einer damals völlig überzeichneten Art und Weise dargestellt, die inzwischen oftmals längst schon Realität geworden ist, was den Streifen umso interessanter macht. Mal wird ein Paar von einem Live-Kommentator durch ein instruiertes Vorspiel begleitet, mal wird Martial-Arts Kampfkunst a la Bruce Lee auf die Schippe genommen, mal wird die Wichtigkeit von Zink erläutert, mal werden die Gefahren des Onanierens näher gebracht. Großartig und nicht umsonst mit immens hohem Kultfaktor!

Den 93-minütigen Film gibt es auf der DVD in deutscher und englischer Sprache, dazu als Extras ein paar herausgeschnittene Szenen sowie Bio- und Filmographien plus Originaltrailer.

(Tobi)