Auf der Farm "Patch of Heaven" irgendwo im Wilden Westen führen die Tiere der herzensguten Farmerin Pearl ein gemütliches, lockeres Leben. Als die mehrfach ausgezeichnete, vorlaute Kuh Maggie auf die Farm kommt, wackelt der Friede etwas - vor allem die vornehme Kuh Mrs. Caloway ist genervt, während die naive Kuh Grace und einige andere Tiere von Maggies Showgehabe schon beeindruckt sind. Bevor allerdings die Verhältnisse neu geordnet werden können, scheint sich die Zukunft der Farm generell in Luft aufzulösen. Pearl ist verschuldet, und wenn sie nicht innerhalb von drei Tagen ihre Schulden von 750 Dollar bei der Bank bezahlt, wird "Patch of Heaven" zwangsversteigert. Aus Liebe zu ihren Tieren kommt ein Verkauf derer für Pearl nicht in Frage - also was tun? Während sie keinen Ausweg sieht, machen sich die drei ungleichen Kühe auf den Weg in die Stadt, um das Geld aufzutreiben. Wie der Zufall es will, sind auf den berüchtigten Viehdieb Alameda Slim 750 Dollar Kopfgeld ausgesetzt, also entscheiden sich die Drei, diesem mit Hilfe des etwas tollpatschigen Pferd des Sheriffs, Buck, das Handwerk zu legen. Ein schwieriges Unterfangen...

"Die Kühe sind los" soll wohl Disneys letzter handgezeichneter Film sein, in Zukunft setzt man auf Animationen aus dem Computer. Zwei, drei Szenen entspringen auch diesmal eher Bits und Bytes als der Feder, ansonsten aber ist klar alter Stil zu sehen. Leider liegt die Story fernab alter Stärke. Dass ein Viehdieb die Rindviecher mit Jodelgesängen hypnotisiert ist ebenso bescheuert wie die Idee, dass drei Kühe einem Bösewicht hinterher jagen könnten. Die Zeichungen bereiten nur ab und an - wie bei den kleinen Küken zu Beginn - wirklich Freude, ansonsten wirken sie ideenlos und blass. Auch die deutsche Synchronisation durch Hella von Sinnen, Marie Bäumer und Christiane Hörbiger als Kühe und die Klitschko-Brüder als Bonus kann da nichts retten - verglichen mit den letzten Computerhits wie "Findet Nemo" oder "Shrek 2" ein sehr laues Lüftchen.

Auf der 73-minütigen DVD gibt es den Film in deutscher, englischer und türkischer Sprache zu sehen, außerdem Untertitel in Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch und Türkisch. Als Extras findet man zusätzliche Szenen, den Kurzfilm "Molkerei-Märchen: Die drei kleinen Schweinchen", die Spiele "Jodel-Memory" und "Witz-Maschine", das Musikvideo "Anytime you need a friend" von den Beu Sisters, ein "Hinter den Kulissen" (OmU), eine Designgallerie mit Stilen und Konzepten (OmU), etwas über die Geschichte des Jodelns und den Audiokommentar der Filmemacher.

(Tobi)