"La vie en rose" erzählt die Geschichte der französischen Sängerin Edith Piaf, die als "Spatz von Paris" berühmt wurde.

Als ihre Mutter Anetta von Paris nach Konstantinopel auswandert, um dort als Sängerin Geld zu verdienen, bleibt die kleine Edith bei ihrer Großmutter. Nicht lange darauf kehrt ihr Vater Louis aus dem Krieg heim und nimmt Edith mit zu seiner Mutter - bevor er sich wieder seinem Leben als Akrobat widmet und verschwindet. Da seine Mutter auch Puffmutter ist, erlebt Edith in jungen Jahren für einige Monate schon wilde Szenen zwischen Freud und Leid. Nach Überwindung einer schweren Augenkrankheit, die sie fast erblinden lässt, taucht ihr Vater plötzlich wieder auf und nimmt das Kind auf ruppige Art und Weise mit sich. Die Trennung von der zur mütterlichen Freundin gewordenen Titine fällt dem Mädchen schwer, auch das Leben im Circus, wo sie sich ohne Funktion eher als Ballast fühlt. Trotzdem gewöhnt sie sich daran und möchte eigentlich bleiben, als der Vater entscheidet, den Circus zu verlassen. 10 Jahre ist sie erst alt und hat schon so viel erleiden müssen. Der Vater versucht sich als Straßenkünstler - als sie dazu singt, sind die Passanten begeistert ... der Beginn einer großen Karriere.

Zwischen die chronologische Erzählung von Edith Piafs Leben werden Szenen ihres späteren Daseins gestreut, die eher erschüttern als erfreuen. Die alte Piaf ist ein Star, aber ein unleidlicher Mensch, hoch exzentrisch und egoistisch, dem Alkohol verfallen. 1963 ist sie nach drei Jahren von wilden Trinkgelagen krank und beschließt, nicht mehr aufzutreten. Dann wieder ihre frühere Geschichte. Man sieht sie 1935, wo sie schon fünf Jahre mit ihrer als "Schwester" bezeichneten Freundin Simone in Paris die Straßen unsicher macht - die Mädels singen für Geld. Dann wird Edith entdeckt - ihr Förderer gibt ihr den Spitznamen Piaf (Spatz). Bald tritt sie mit Erfolg auf, muss aber immer noch Geld an ihren Entdecker zahlen für seine Förderung. Als dieser dann stirbt, gerät sie in Verdacht, ihn umgebracht zu haben ... Edith wird geächtet. Da Simone in ein Heim gesteckt wird, steht sie plötzlich ganz alleine da...

Das Leben der Piaf, wie man hier sieht alles andere als ein leichtes. Man kennt ihre Lieder wie "La vie en rose" oder "Non, je ne regrette rien", die sie schließlich weltberühmt machten. Man wusste aber vielleicht nicht so viel über ihr Leben - bis zu diesem Film. Der Streifen von Olivier Dahan ist bewegend und bestürzend. In der Hauptrolle überzeugt Marion Cotillard, und auch die anderen Akteure wie Gérard Depadieu, Sylvie Testud, Emmanuelle Seigner oder Jean-Paul Rouve spielen prima. Keine leichte Abendunterhaltung, aber in jedem Fall sehenswert.

Als Extras enthält die DVD ein "Making of" (ca. 24 Min.) und Darstellerinfos.

Verkaufsstart: 6. September 2007
Film-Website: www.piaf.film.de
Verleiher: Highlight Communications
Filmlänge: 140 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2.35:1 in 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1, DTS 5.1