Guy Carrell (Ray Milland) lebt in der ständigen Angst, lebendig begraben zu werden, da er sicher ist, dass dieses Schicksal damals seinem Vater in der Familiengruft wiederfahren ist, nachdem ihn Ärzte fälschlicherweise für tot erklärt haben. Nachdem er die Beziehung zur Geliebten Emily (Hazel Court) durch einen Brief beenden wollte, besucht diese ihn auf seinem Anwesen, welches inmitten eines stets nebeligen, wilden Waldes liegt. Sie überredet ihn, die Beziehung fortzusetzen und zu heiraten. Auf der Hochzeitsfeier und auch danach bekommt Guy oftmals Panikattacken, so dass er sich kaum aus dem Haus traut - auch die geplante Hochzeitsreise nach Venedig wird nicht unternommen. Statt dessen baut sich Guy ein Mausoleum, in dem er jede Menge Absicherungen einbaut, falls er mal lebendig dort beerdigt werden sollte. Der Sarg ist automatisch von innen zu öffnen, Türen nach außen lassen sich per Seilzug öffnen, eine Alarmglocke kann geläutet werden, eine Strickleiter bringt einen über das Dach in die Freiheit, Dynamit zur Freisprengung ist hinterlegt, auch Lebensmittel für eine längere Wartezeit sind vorhanden - und im Ernstfall Gift, um dem Grauen ein schnelles Ende zu setzen. Guy hat an alles gedacht. Als er im Wald zusammen bricht, sieht er sich in dem Mausoleum, doch alle Vorrichtungen funktionieren nicht wie gewünscht. Als er wieder aufwacht, ist seine Angst noch größer. Dann stellt ihn Emily vor die Wahl: Entweder beginnt er mit ihr ein normales Leben und reißt das Mausoleum ab, in dem er sich fast nur noch aufhält, oder sie würde ihn verlassen. Guy entscheidet sich für Emily, doch was folgt ist alles andere als ein furchtfreies, glückliches Leben...

Der auf einem Roman von Edgar Allan Poe basierende Film "Lebendig begraben" aus dem Jahr 1962 arbeitet zwar mit fast schon aufdringlich unwirklichem Dauernebel in einem wüsten Wald und kleinen Schockeffekten zur Spannungserzeugung, versteht es aber, auch unterschwellig Thrill zu erzeugen durch die immer wieder zitierte Vorstellung des Begräbnisses bei Leben und den ewig verängstigten Gesichtsausdruck von Ray Milland. Langweilig wird einem nicht, und zum Schluss passiert noch einiges, womit man nicht gerechnet hat. Gar nicht übel, wenn auch nicht mit modernen Schockern zu vergleichen.

Auf der DVD findet man den 78-minütigen Film in deutscher und englischer Sprache, mono. Als Extras gibt es ein 9-minütiges Interview mit Regisseur Roger Corman über die unklaren Finanzierungsverhältnisse zu Beginn des Drehs, Film und Darsteller. Außerdem kann man die Titelsequenz auf Deutsch und den US-Trailer sehen, der überraschend viele der Schlüsselszenen vorweg genommen hat. Komplettiert wird das Ganze durch eine Bildergalerie mit Filmplakaten sowie Werbefotos und den Bio-/Filmografien von Ray Milland, Hazel Court und Roger Corman.

(Tobi)