Tom (David Duchovny) und seine Frau Rebecca (Julianne Moore) führen zwar ein geregeltes Eheleben, aber doch läuft es nicht gut. Als erfolgreiche Schauspielerin verdient sie das Geld, während er seinen Job als Werbetexter aufgegeben hat, um sich um die beiden Kinder zu kümmern. Dies frustriert ihn innerlich etwas, weit mehr jedoch, dass Rebecca so selten mit ihm schläft. Auch die einmal jährlich stattfindende Sitzung bei der Paartherapie hilft hier wenig - und wenn beide mal in Stimmung sind, kommt stets irgend etwas dazwischen. Weit ereignisreicher geht es in dieser Hinsicht bei Rebeccas zwei Jahre jüngerem Bruder Tobey (Billy Crudup) und seiner hübschen Freundin Elaine (Maggie Gyllenhaal) zur Sache, was sie Tom und Rebecca als beste Freunde auch noch häufig bei gemeinsamen Abenden berichten. Doch die scheinbare Unbeschwertheit der beiden trügt. Elaine ist nicht nur Kinderbuchautorin, sie wünscht sich auch sehnlichst Nachwuchs, während der freie Journalist Tobey hierfür noch nicht bereit ist, auch wenn sie schon sieben Jahre zusammen sind - zu sehr spürt er noch sein eigenes Kind im Manne. Dies frustriert Elaine so, dass sie schließlich die Entscheidung trifft, sich von Tobey zu trennen, auch wenn es ihr schwer fällt. Tobey kann es nicht begreifen - für ihn gehört Elaine klar zu ihm und er kann sich ein Dasein ohne sie gar nicht vorstellen - befindet sich aber plötzlich mittendrin. Tom will ihn als bester Kumpel aufbauen, verrennt sich aber selbst gerade, als er eine Affäre beginnt. Auch Rebecca ist Reizen ausgesetzt, macht ihr doch ein Schauspielkollege deutliche Angebote. Keine einfache Zeit für alle vier...

"Liebe ist Nervensache" ist kein Drama, sondern ein sehr netter Film über Freundschaft und Liebe, vor allem mit sehr vielen witzigen Szenen ausgestattet, bei denen man herzlich lachen kann. Dies tröstet auch über das vorhersehbare Ende hinweg, welches viel zu Hollywood-like angerichtet ist. Ansonsten aber hat man viel Spaß bei diesem Film, der auch durch gute Besetzung besticht.

Als Extras gibt es 16 Minuten Interviews mit den Machern und Darstellern und den Trailer, außerdem vier heraus geschnittene Szenen. Von diesen sind vor allem die drei Minuten von Rebecca und Tobey beim Einkaufen gut, während die viereinhalb Minuten über Tom beim Arzt und die eineinhalb Minuten von Tobey bei der Verfolgung seines Psychiaters nicht zu Unrecht der Schere zum Opfer gefallen sind. Bleiben noch 30 Sekunden Rebecca mit Fans, die man ebenfalls nicht braucht.

Verkaufsstart: 11. Mai 2007
Verleihstart: 4. April 2007
Verleiher: Sunfilm Entertainment
Filmlänge: 95 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1,85:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1, DTS



(Tobi)