Donald (Josh Hartnett) versucht sich mal wieder als Taxifahrer und ist sicher, es diesmal zu packen - und schon baut er durch ständige Selbst-Abgelenkung beim Fahren einen Unfall und verabschiedet sich mal wieder vom Job. Sein Leben gestaltet sich auch nicht einfach, leidet er doch unter dem Asperger Syndrom, einer Form von Autismus. Immer, wenn er Zahlen sieht, fängt er sofort an zu rechnen oder zahlenfolgen zu interpretieren - dies macht ihn zwar zu einem Rechengenie, aber auch zu einem Außenseiter, von frühester Kindheit an. In seiner Autisten-Selbsthilfe-Gruppe hingegen ist er fast noch der "normalste" und somit eine Leitfigur für die anderen. Sein Leben verändert sich, als die attraktive Isabelle (Radha Mitchell) zur Gruppe stößt. Gleich beim ersten Ausflug in den Park kommt es durch sie zwar zu einem Streit mit den anderen Frauen der Gruppe, als diese ihre Schilderung einer einstigen Vergewaltigung nicht ernst genug nehmen - der schüchterne und introvertierte Donald aber verknallt sich schnell in die verhältnismäßig ausgeflippte, extrovertierte Blondine. Ihr Krankheitsbild offenbart sich vor allem darin, dass sie laut und schrill loslacht, wenn sie etwas witzig findet, und dass sie immer das sagt, was sie denkt. Als beide zusammen essen gehen und dann noch durch die Stadt bummeln, kommen sie sich näher, und als sie zu Halloween maskiert als Wal (er) und Mozart (sie) durch die Straßen ziehen, kommt es zum ersten Kuss. Doch was soll aus ihnen werden? Wie wird die Gruppe mit der neuen Situation fertig? Und wie reagieren beide auf die bislang unbekannten Lebensräume des anderen - er sammelt jede Menge unnützer Dinge in seiner hierdurch unsauber wirkenden Wohnung, sie lebt eher stilvoll und malt ihre Wände zu klassischer Musik an. Nein, eine Beziehung scheint nicht unter einem guten Stern zu stehen...

"Mozart & The Whale" schafft es, die Brücke zwischen Drama und netter Abendunterhaltung zu schlagen. Die Charaktere sind durchweg liebenswürdig, auch die anderen der Gruppe haben alle ihren eigenen Charme in den verschiedensten Krankheitsbildern. Josh Hartnett und Radha Mitchell spielen gut, die Handlung ist anständig - abseits von Action und Thrill ein solider Streifen, bei dem man sich nicht ärgert, ihn sich nach Hause geholt zu haben.

Als Extras gibt es neben dem Kinotrailer ein "Making of", Interviews mit Cast und Crew, sowie ein "Hinter den Kulissen"-Featurette.

Verkaufsstart: 18. Januar 2007
Verleiher: e-m-s new media
Filmlänge: 90 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Bildformat: Widescreen 1,85:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1



(Tobi)