Nachdem sich Kultregisseur Quentin Tarantino die Filmrechte an der bekannten US-Comicserie "Modesty Blaise" von Peter OŽDonnell gesichert hat, schickt er diesen Film von Regisseur Scott Spiegel (From Dusk Till Dawn 2, Intruder) als Vorbereitung auf einen großen Kinofilm rund um die kühle Action-Agentin voraus, sozusagen um die Hauptakteurin und ihre Coolness schon einmal nahe zu bringen.

Wenn es im Spielcasino des verruchten Louche brenzlig wird, da ein Gast zu viel beim Roulette gewinnt, holt der Chef seinen Trumpf aus dem Ärmel und schickt Modesty Blaise als Croupier an den Tisch. Mit Charme und natürlich mit Trickspielerei sorgt die dunkelhaarige Schöne dafür, dass die Glückssträhne ein Ende hat und am Ende des Tages nur Louche lacht. An diesem Abend jedoch lacht er nicht lange, wird nämlich auf dem Heimweg erschossen. Seine Mörder fallen kurz darauf in das eigentlich bereits geschlossene Casino ein und fordern das Öffnen das Safes. Modesty macht ihnen klar, dass nur Louche und ein weiterer Angestellter, der aber nicht vor Ort ist, die Kombination des Safes kennen. Dieser wird gerufen, und in der Zwischenzeit behalten die Gangster um ihren Chef Miklos die belegschaft als Geiseln. Modesty scheint als einzige unbeeindruckt und bemüht sich um die Freilassung der Geiseln. Da Miklos sich für ihre Vergangenheit interessiert, lässt er sich auf ein Roulette-Spiel ein, bei dem sie entweder aus ihrem Leben erzählen oder er eine Geisel freilassen muss. So erfährt er, dass Modesty im Balkankrieg ihre Eltern verlor und dann von einem alterndem Mann gelehrt wurde - nicht nur im Lesen und Schreiben, sondern auch im Kämpfen. Diese Fähigkeiten kann sie heute vielleicht noch brauchen...

"Mein Name ist Modesty" ist ein verhältnismäßig kurzer Film, der nicht schlecht ist, aber auch nicht zu begeistern weiß - wenn hier mit dem Namen Tarantino und dem Slogan "Von den Machern von Kill Bill & Sin City" geworben wird, dann erwartet man mehr, als man geboten bekommt. Der Film ist eher ruhig, erzählt Stück für Stück die Vorgeschichte der Titelheldin, die von Alexandra Staden kühl gespielt wird, aber mit etwas zu wenig Ausstrahlung und Sex-Appeal. Große Spannung kommt ebenso wenig auf wie Langeweile - mittelmäßig.

Die DVD bietet den 75-minütigen Film in deutscher, englischer, italienischer oder spanischer Sprache, dazu als Extras "Wie eine ultimative Heldin entsteht: Das Making Of von 'Mein Name ist Modesty'", Interviews mit Peter OŽDonnell, Quentin Tarantino und Scott Spiegel, einen Rückblick auf die Modesty Blaise Comics und das Artwork sowie Audio-Kommentar von den Drehbuchautoren Lee Batchler und Janet Scott Batchler sowie Regisseur Scott Spiegel und dem Produzenten Ted Nicolaou.

Verkaufsstart: 15. Dezember 2005
Verleiher: Miramax Home Entertainment
Filmlänge: 75 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
Untertitel: Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Deutsch, Spanisch
Bildformat: 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1



(Tobi)