1924 in München - die Nazis ergreifen mehr und mehr die Macht. Die 17-jährige Jüdin Olga Benario (Camila Morgado) stellt sich ihnen entgegen, protestiert mit anderen für Arbeit und Brot, prügelt sich sogar. Ihre Eltern verstehen nicht, wie ihre Tochter aus gutem Hause sich so herablassen kann, mit der Arbeiterklasse zu marschieren, Olga fühlt sich unverstanden und verlässt ihr Elternhaus Richtung Berlin, um ihren kommunistischen Idealen zu folgen. Vier Jahre später ist Olga in Berlin als Aktivistin tätig und befreit einen angeklagten Genossen mit Waffengewalt aus dem Gerichtssaal - nun muss sie untertauchen, geht nach Moskau und lässt sich hier für ihren Mut feiern. Man erkennt ihre Entschlossenheit schnell und bildet sie militärisch aus. 1934 bekommt sie dann einen großen Auftrag - mit dem brasilianischen Revolutionär Luís Carlos Prestes (Caco Ciocler) soll sie sich als frisch verheiratetes Ehepaar ausgeben, um ihn so wieder sicher in seine Heimat zu bringen, wo er einen Aufstand gegen den Diktator Vargas (Osmar Prado) führen soll. Per Schiff, Zug und Flugzeug machen sich Olga und Luís auf den Weg, und dieser führt sie nicht nur nach Brasilien, sondern auch zusammen. So sehr Olga auch versucht, Ziele und Rationalismus über Wärme und Gefühle zu stellen, es gelingt ihr nicht. In der Silvesternacht zu 1935 war es nur ein Kuss, inzwischen hat sich mehr zwischen beiden entwickelt. In Rio treffen sie mehrere Genossen und bringen den Putsch in Bewegung - doch dieser scheitert, da weder Volk noch Streitkräfte die Unterstützung in zugesagtem Maße liefern. Vargas ist außer sich und lässt nach den Anführern des Ganzen suchen - die meisten Genossen werden auch bald festgenommen, nur Olga und Luís können fliehen und sich verstecken - bis auch sie gefangen genommen und getrennt werden. Um sich Hitlers Sympathien zu sichern, will Vargas die inzwischen schwangere Olga an das faschistische Deutschland ausliefern. Sie wehrt sich vergebens, und unter großer Anteilnahme vieler Sympathisanten wird sie per Schiff nach Hamburg überführt, landet dann in einem Berliner Frauengefängnis, wo sie eine Tochter zur Welt bringt. Diese bringt wieder Glück in Olgas Leben, doch sie weiß, dass auch diese Zeit begrenzt ist, denn sobald sie nicht mehr stillt, wird man ihr die Kleine wegnehmen.

"Olga" ist die Verfilmung einer wahren Lebensgeschichte nach dem gleichnamigen brasilianischen Bestseller von Fernando Morais. Regisseur Jayme Monjardim hat hieraus ein im Laufe des Films immer mehr packendes und berührendes Drama gemacht, welches vermehrt unter die Haut geht.

Als Extras findet man ein "Making of" (ca. 25 Min.) und Darstellerinfos.

Verkaufsstart: 8. Februar 2007
Verleiher: Highlight Communications
Film-Website: www.olga.film.de
Filmlänge: 95 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch, Portugiesisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1



(Tobi)