"One - Leben am Limit" erzählt von den goldenen Jahren des Sports, als er gefährlicher denn je wurde und die Fahrer wie Rockstars waren, deren Charisma und Talent die Show am Laufen hielt, auch wenn viele von ihnen am Ende den mit dem Leben bezahlten. Er erzählt von den Fahrern, die sich immer am Limit bewegten und gegen die bestehenden Regeln auflehnten, um den Sport sicherer zu machen. Er erzählt von der größten Show der Welt – der Formel 1. Einen Formel 1-Wagen zu fahren war noch nie etwas für Menschen mit schwachen Nerven, doch Ende der Sechziger Jahre verdoppelten die Boliden auf einmal ihre Motorenkraft und ihnen wuchsen – wörtlich und sprichwörtlich – Flügel, was dazu führte, dass sie noch schneller und noch gefährlicher wurden. Durch ein weltweites Fernsehpublikum und Sponsorengelder wurden aus den vorher oft namenlosen Fahrern von heute auf morgen Superstars, die wie Gladiatoren in den Kampf zogen. Die Männer, die diese Ära überlebten, wurden zu den Anführern einer neuen Bewegung: die Formel 1 sicherer zu machen und sich dagegen aufzulehnen, dass der Sport immer wieder Menschenleben forderte. Zwölf ehemalige und der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel kommen in dieser Doku zu Wort, darunter Niki Lauda, Sir Jackie Stewart, Damon Hill, Mario Andretti, Nigel Mansell, Lewis Hamilton und Rekord-Weltmeister Michael Schumacher.

Soweit der Pressetext zur Doku. Für Formel-1-Fans ist sie sicherlich ein Muss, könnte sie allerdings auch inhaltlich enttäuschen. Statt die Geschichte der Rennserie komplett aufzuarbeiten, geht es hier vor allem um die 60er- und 70er-Jahre und die damaligen Sicherheitsmängel, die natürlich durchaus extrem waren. Die tödlichen Unfälle von Fahrern wie Jochen Rindt, Roger Williamson und Jim Clark werden natürlich ebenso behandelt wie der tragische Unfall von Niki Lauda auf dem Nürburgring im Jahr 1976. Um diese spannende Saison, ja gerade im hervorragenden Film "Rush" ausgiebig beleuchtet, geht es in dieser Doku etwas zu viel. Die 80er- und 90er-Jahre finden kaum Platz, Senna wird nur im Zusammenhang mit seinem Tod mal erwähnt - und wenn man sich schon auf Sicherheitsmängel konzentriert, dann hätte man auch Gilles Villeneuve oder den tragischen Unfall von Graf Berghe von Trips 1961 in Monza erwähnen müssen, bei dem nicht nur der Fahrer tödlich verletzt wurde, sondern auch 15 Zuschauer starben. Irgendwie also unvollständig, diese Dokumentation, die auch die Formel 1 des neuen Jahrtausends kaum beinhaltet.

Als Extras findet man lediglich Trailer.



Verkaufsstart: 28. März 2014
Verleiher: Universum Film
Spiellänge: 111 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 16:9 (1,78:1)
Ton: DTS-HD 5.1 (Blu-ray), Dolby Digital 5.1 (DVD)

(Tobi)