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24. Dezember 1975. Hammersmith Odeon in London. Auf der geschichtsträchtigen Bühne spielen die vier Mitglieder der Band Queen gerade die finalen Akkorde einer außergewöhnlichen, von der BBC live im Fernsehen übertragenen Show. Der Auftritt markiert gleichzeitig den Höhepunkt des ereignisreichsten und aufregendsten Jahres ihrer bisherigen Karriere: Es hatte sie von England in die Vereinigten Staaten, nach Japan und wieder zurück geführt und besiegelte endgültig ihren Aufstieg von ehrgeizigen Newcomern zu einer der größten und wichtigsten Bands ihrer Zeit – und darüber hinaus.

Vierzig Jahre später präsentiert sich die Show der ganzen Welt. Am 20. November erscheint "A Night At The Odeon - Hammersmith 1975" auf CD, DVD, SD Blu-Ray, 2 LP Vinyl, Super Deluxe Boxset und digital auf Virgin EMI. Neben dem Mitschnitt des legendären Konzerts enthalten die Packages spezielles Bonusmaterial für die Fans der Band.

"Das war schon ein besonderer Abend, denn das war das erste Mal, dass eines unserer Konzerte in voller Länge live im Fernsehen übertragen wurde … das Weihnachtskonzert", erinnert sich Brian May. "Die Qualität ist beeindruckend. Natürlich wurde viel Arbeit in die Wiederherstellung des Materials und die Umwandlung in digitale Form gesteckt, aber jetzt kommt die Energie, die wir auf der Bühne gespürt haben, wirklich mit aller Kraft durch."

Mit dem für sie typischen Elan und Selbstbewusstsein gaben Queen 15 ausgesuchte Songs von ihren ersten vier fantastischen Alben, sowie vier Coverversionen von Rock’n’Roll-Klassikern zum Besten, und so zeigt "A Night At The Odeon - Hammersmith 1975" die Band in vollem Galopp und mit einer Energie, die wirklich Funken sprüht.

Ihre aktuelle Single "Bohemian Rhapsody" war gerade vier Wochen auf Platz 1 der britischen Charts (insgesamt sollten es neun werden, ein neuer Rekord) und wurde überall als einer der bahnbrechendsten Popsong aller Zeiten gefeiert. Aus ihrer großartigen, künstlerischen Vision waren auf dem vierten Album "A Night At The Opera" (das bis dahin teuerste Album der Musikgeschichte) eine Reihe atemberaubender Songs entstanden und so eroberte die Band einen Platz an der hohen Tafel des Rock: Nur drei Tage nach dem Konzert erreichte "A Night At The Opera" Platz 1 der britischen Charts.

Der Auftritt am Weihnachtsabend war der Höhepunkt einer Tour mit insgesamt 26 Terminen, die Mitte November begonnen hatte. Innerhalb der Tour war die Band schon einmal für vier Konzerte im Hammersmith Odeon. Das Magazin Melody Maker tönte über die Tour: "Die majestätischste Band des Landes lädt zur Audienz". Und die Kritiken zu den vorhergehenden Shows waren mehr als überschwenglich: "Ihre Musik, die Präsentation und die Produktion – einfach alles an Queen legt nahe, dass sie die wichtigste Band aller Zeiten sind", schrieb das britische Rockmagazin Sounds. Und die Zeitung The Sun fügte hinzu: "Anstatt einfach die ausgetretenen Pfade zum Ruhm noch einmal zu beschreiten, haben sie sich einen eigenen Weg gebahnt."

Als die Band am 24. Dezember nach Hammersmith zurückkehrte, schoss sie wirklich aus allen Rohren. Für die spektakuläre Lichtshow wurden keine Kosten und Mühen gescheut und das visuelle Element war ein wichtiger Teil der Show – man erinnere sich nur an den pompösen, weißen Flügel, der speziell für diesen Abend gemietet wurde. Auch die vier Musiker hatten sich ins optisch Zeug gelegt. Freddie trug im Laufe der Show zwei unterschiedliche von Wendy deSmet mit seinem Input designte Satin-Catsuits – einen schwarzen und einen weißen. Außerdem hatte der Sänger die Nägel seiner linken Hand schwarz lackiert. Brian trug seine Nägel zu der Zeit immer weiß.

Aber trotz der ganzen Bühnenoutfits und -aufmachung gab es nie einen Zweifel, dass sich bei den Konzerten von Queen alles um die Performance drehte – dieser Abend war da keine Ausnahme. Für die Setlist hatte die Band die Rosinen von den Alben "Queen", "Queen II", "Sheer Heart Attack" und dem triumphalen Werk "A Night At The Opera" herausgepickt. So zeigte das Konzert jede Facette der Band vom verschnörkelten Hardrock von "Keep Yourself Alive" und "Seven Seas Of Rhye" zur barocken Herrlichkeit von "The March Of The Black Queen", den stolzen Heavy Metal Tracks "Ogre Battle" und "Son And Daughter", dem verspielten, genrelosen "Bring Back That Leroy Brown" und ihrem Durchbruch "Killer Queen". Bei dieser Tour spielten sie auch zum allerersten Mal "Bohemian Rhapsody" – das Publikum war völlig erschlagen von diesem Stück Musik, das bald schon zu einem Klassiker der Musikgeschichte werden sollte.

Freddie Mercury und Brian May waren das Yin und Yang vorne auf der Bühne. Roger Taylor und John Deacon zementierten ihren Status als eine der besten Rhythmusgruppen ihrer Zeit. Als der letzte Akkord des Rock’n’Roll-Medleys mit Hits von Elvis, Connie Francis, Gene Vincent und Shirley Bassey erklang, fraß ihnen das 5000 Mann starke Publikum quasi aus der Hand.

Jahrzehnte bevor 'Multimedia' zum Schlagwort wurde, war das Weihnachtskonzert schon weit mehr als nur ein Konzert. Es wurde zeitgleich in Stereo auf BBC Radio 1 und in der BBC 2-Sendung "The Old Grey Whistle Test" live übertragen. Showmaster Bob Harris persönlich kündigte die Band auf der Bühne an. Die Fernsehkameras wurden zwar vor der zweiten Zugabe ausgeschaltet, so dass es kein Videomaterial von "Seven Seas Of Rhye" und "See What A Fool I've Been" gibt, aber die Audioaufnahme lief weiter, sodass die CD- und LP-Formate die komplette Show enthalten.

Mit der Veröffentlichung von "A Night At The Odeon" erhält diese legendäre Show endlich eine angemessene Präsentation mit einem unglaublichen, neuen Audiomix in Stereo und 5.1 Surround Sound und dem mit modernsten Mitteln wiederhergestellten Videomaterial.

Neben Audio und Video von dem Auftritt enthalten die DVD und SD Blu-Ray Fassungen zwei besondere Bonusfeatures: "Looking Back At The Odeon", eine brandneue, 22-minütige Dokumentation mit einem bisher noch nirgends gezeigten Interview mit Brian May und Roger Taylor, geführt von Bob Harris, dem Gastgeber des "Old Grey Whistle Test", der mit den Beiden über die Show im Hammersmith Odeon sprach, sowie rares Material von "Live At The Budokan – Japan 1975" mit drei Songs - "Now I'm Here", "Killer Queen" und "In The Lap Of The Gods... Revisited" - live aufgezeichnet während der legendären Tour durch Fernost.

Bob Harris sagte über den Abend: "Der Weihnachtsabend im Jahr 1975 war ein ganz wichtiger Moment in der Geschichte des 'Old Grey Whistle Test' und von Queen. Die Band war in Partystimmung und das ist kein Wunder. Mit dem sensationellen Song 'Bohemian Rhapsody' waren sie schon fast einen Monat an der Spitze der britischen Singlecharts. Das Video zu dem Song war im Begriff, die Präsentation von Musik im Fernsehen grundlegend zu verändern. Die Band war auf dem Höhepunkt ihres Schaffens – selbstsicher und am Ende ihrer mitreißenden UK-Tour machte ihnen auch auf der Bühne niemand etwas vor. Ich warf mich in Schale, um sie vor einem der besten Auftritte ihrer Karriere und definitiv einem der Besten, die ich je gesehen habe, angemessen anzukündigen. Es war ein unglaublicher Abend, aber vor allem war es der Abend, an dem Queen zu Superstars wurden."

Das Super Deluxe Boxset enthält außerdem eine noch nie zuvor gehörte Aufnahme des Soundchecks – eine Aufnahme, von deren Existenz bisher auch nur die Band wusste. Hier "White Queen" als Videoclip aus dem Konzert:



Das Tracklisting des Hammersmith Odeon Konzerts:

01. Now I'm Here
02. Ogre Battle
03. White Queen (As It Began)
04. Bohemian Rhapsody
05. Killer Queen
06. The March Of The Black Queen
07. Bohemian Rhapsody (Reprise)
08. Bring Back That Leroy Brown
09. Brighton Rock
10. Guitar Solo
11. Son And Daughter
12. Keep Yourself Alive
13. Liar
14. In The Lap Of The Gods... Revisited
15. Big Spender
16. Jailhouse Rock Medley
17. Seven Seas Of Rhye (nicht auf DVD und Blu-ray enthalten)
18. See What A Fool I've Been (nicht auf DVD und Blu-ray enthalten)
19. God Save The Queen

Mehr über Queen findest du auf www.queenonline.com.

Bildformat: 16:9 (4:3 Pillarbox)
Ton: LPCM Stereo (Blu-ray)