Pünktlich zum Kinostart des Remakes "The Ring" gibt es in der Videothek das japanische Original zu sehen, ebenfalls "Ring" benannt. Die Handlung ist anfangs völlig identisch, bloß eben fernöstlicher. Die Reporterin Reiko Asakawa hört nach dem mysteriösen Tod ihrer Nichte Tomoko von einem Videoband, dessen Ansicht tödliche Nachwirklung haben soll. Jedem, der das Band sieht, wird telefonisch mitgeteilt, dass er nur noch eine Woche zu leben hat - was dann wohl auch schon einige Mal eingetreten ist, wie sie heraus findet. Sie verfolgt die letzten Tage ihrer Nichte zurück und findet heraus, dass diese eine Woche vor ihrem Ableben mit drei Freunden in einem Landhaus war - auch die Freunde sind inzwischen nicht mehr unter den Lebenden. So macht sich Asakawa auf zum Ferienhaus, wo sie schließlich beim Vermieter das ominöse Video findet. In ihrer Neugier schaut sie es an - und der Tod klingelt auch bei ihr durch. In Angst bittet sie ihren mit Videotechnik vertrauten Ex-Mann Ryuji Takayama um Hilfe, der keine Angst zu haben scheint. Nun hat sie eine Woche, um heraus zu finden, was die merkwürdigen, kurzen Aufnahmen einer Frau und eines Brunnens auf dem Film zu bedeuten haben, die Geschichte dahinter zu erkunden. Größer noch wird der Ansporn, als ihr Sohnemann das Video in einer unbeobachteten Minute ebenfalls anschaut. Ein Rennen gegen die Zeit und gegen manche Vorstellung beginnt...

"Ring" ist nicht so effektbeladen wir die aktuelle Kinoversion aus den USA, aber von der Handlung her nicht groß anders und daher natürlich auch packend. Das Todes-Video selbst ist kürzer als im Remake, die Geschichte dahinter ist etwas anders gestrickt, und fernöstliche Darsteller mögen vielen auch nicht so vertraut sein wie blonde Frauen und coole Jungs, aber "Ring" ist mit Sicherheit nicht umsonst ein Hit in Japan gewesen und jetzt neu verfilmt worden. Klasse Story, gut verfilmt ... das Remake packt einen allerdings noch etwas mehr.

Den 95-minütigen Film gibt es auf der DVD in deutscher und japanischer Sprache, dazu als Extras einige Trailer, Bilder und - mal was anderes - eine zusätzliche Geschichte als Hörbuch zum Lauschen.

(Tobi)