Als Violet (Alicia Silverstone) in der Bar ihres kleinen Städtchens einen ihr bislang unbekannten, attraktiven Mann beobachtet, der gerade einer Angetrunkenen Geld aus der Handtasche stiehlt, ist sie überzeugt, den Richtigen gefunden zu haben. Denn mit ihrer Schwester Grace (Sienna Guillory) hat sie den Plan gefasst, sich schwängern zu lassen, damit wieder mehr Leben in ihr gemeinsames, großes Haus kommt, das abgeschieden in Einsamkeit liegt und nur von den beiden bewohnt wird. Früher einmal haben sie hier mit ihren Eltern gelebt, doch diese sind schon lange tot. Nun also soll ein Kind her, aber kein Mann, daher haben die beiden als Voraussetzung ausgemacht, dass sie sich nicht in den Erzeuger verlieben dürfen. Dieser junge Mann, optisch wie ein Grunge-Sänger daher kommend, soll also das Objekt der Begierde werden. Violet macht ihm schöne Augen und er verfällt ihr, folgt ihr in das besagte Anwesen. Da er abgefüllt wird, lernt Luke (Joe Anderson) die Schwestern erst am nächsten Morgen richtig kennen, und entschließt sich dann, ein paar Tage ihr Gast zu bleiben - der Plan scheint also aufzugehen. Die Drei verstehen sich gut ... nur als Luke im alten elterlichen Schlafzimmer herum albert, welches von den Schwestern nicht mal mehr betreten wird, ist die Stimmung gedrückt. Irgend etwas lastet auf der Seele von Violet und Grace, die so eng verbunden sind, dass sie sogar die Gefühle der jeweils anderen wahrnehmen. Zwischen Erinnerungen an die eigene Kindheit, an den bestimmenden Vater vor allem, und poetischen Gedanken entwickelt sich eine düster mystische Dreiecksgeschichte, bei der Violet mehr und mehr vom Plan der Schwestern abweicht, Luke doch für sich gewinnen will, was Grace so nicht zulassen kann...

"Silence Becomes You" ist alles andere als leichte Abendunterhaltung, da er zu abgedreht und gewollt mystisch daher kommt. Gefangen in den Regeln und Phantasien des verstorbenen Vaters leben die Schwestern in ihrer eigenen, poetischen Welt abseits der Realität, die sie dann aber doch einholt. Der Film pendelt zwischen guten und anstrengenden Momenten hin und her, wirkt hierbei aber zu konstruiert und bleibt im Mittelmaß stecken.

Als Extras gibt es neben dem Kinotrailer einige Statements zum Film von Cast und Crew (englisch) , einen Bericht über die Dreharbeiten und eine Bildergalerie.

Verkaufsstart: 7. Dezember 2006
Verleiher: e-m-s new media
Filmlänge: 85 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: keine
Bildformat: Widescreen 2,35:1 (anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1



(Tobi)