Graham Hess (Mel Gibson) war einst Pfarrer, bis der Unfalltod seiner Frau sein Leben veränderte. Den Glauben an Gott hat er teilweise eingebüßt, und abseits der Stadt lebt er nun zurückgezogen mit seinen zwei kleinen Kindern Morgan (Rory Culkin) und Bo (Abigail Breslin) sowie seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) auf einer Farm. Seine Kinder entdecken eines Tages auf den Feldern Kornkreise. Da man von früheren Fällen ja weiß, dass dies meist als Scherz von Jugendlichen oder anderen Witzbolden heraus gestellt worden ist, sucht Graham den Übeltäter. Kurz darauf aber gibt es auf der ganzen Welt ähnliche Phänomene, und unbekannte Lichter tauchen über den Städten auf. Es besteht kein Zweifel - die Außerirdischen sind da, und sie bedrohen auch Familie Hess...

Regisseur M. Night Shyamalan galt nach "The Sixth Sense" als große Hoffnung, doch mit dem enttäuschenden "Unbreakable" und diesem neuen Streifen hat er sich jeden Glanz wieder genommen, auch wenn "Signs" im Kino sehr erfolgreich lief. Der gebürtige Inder setzt zu viel auf gewollte Spannung, die aber beim Zuschauer nicht so ankommt, wie vielleicht bei ihm selbst. Es mag sein, dass "Signs" auf dem Fernseher etwas von seiner Kino-Wirkung einbüßt, aber auch dort wird aus Wasser nicht Wein. Die Geschichte beginnt noch ganz okay, verflacht dann aber mehr und mehr, bis sie einfach nur noch einem ärgerlichen Ende zuläuft. Oft arbeitet Shyamalan mit Stille, um dem Publikum Mysterisches zu vermitteln - heraus kommt Langeweile. Rory Culkin, der kleine Bruder von "Kevin allein zu Haus"-Macaulay, hatte in "You can count on me" vor zwei Jahren eine richtig tolle Rolle, hier bleibt er genauso blass wie alle anderen, was aber weniger an den Darstellern liegt, vielmehr an der Handlung. Thrill kann man nicht erzwingen, und vielleicht sollte sich Mr. Shyamalan vom Übersinnlichen abwenden und mal etwas ganz anderes drehen.


Wer anderer Meinung ist und vielleicht im Kino sogar von "Signs" gefesselt wurde (schließlich wurde der Film zu Mel Gibsons erfolgreichsten überhaupt), der findet auf der DVD neben dem 104-minütigen Streifen in deutscher und englischer Sprache (außerdem Untertiteln in Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch) jede Menge lohnende Extras. Von Berichten zur Filmidee, zum Drehbuch, zum Storyboard, zum Drehort, zu den Special Effects, zur Filmmusik, zur Kino-Premiere und zu Kornkreisen generell über Interviews mit Shyamalan und den Hauptdarstellern bis zu einem "Making Of", fünf zusätzlichen Szenen und einer Multi-Angle-Demonstration gibt es jede Menge an Hintergrundinfos. Als kleines witziges Schmankerl gibt es noch einen einminütigen Ausschnitt aus einem von Shyamalans ersten selbstgedrehten Kurzfilmen, "Pictures", in dem er einen jungen mimt, der von einem Monster angegriffen wird - auf die billigste Tour gemacht, wozu er sich allerdings auch dementsprechend äußert. Bei jeder neuen DVD-Veröffentlichung will der sympathische Regisseur in Zukunft einen dieser Ausschnitte seiner frühen Versuche zeigen - witzige Idee, die zeigt, dass er über sich selbst lachen kann.

(Tobi)