Die Story von "Sweet Home Alabama" ist alles andere als neu. Frau liebt Mann, trifft ihren Ex wieder und merkt, dass sie ihn ja auch noch irgendwie mag. Etwas detaillierter: Melanie Carmichael (Reese Witherspoon) ist in New York zur Top-Designerin aufgestiegen und führt ein glückliches, luxuriöses Leben. Ihr Freund Andrew (Patrick Dempsey) ist als smarter Sohn einer Politikerin (Candice Bergen) einer der begehrtesten Junggesellen der Stadt - und überaus charmant, wobei er nicht selten sein reichlich vorhandenes Geld spielen lässt, um Melanie zu umgarnen. Als Andrew ihr einen Heiratsantrag macht, ist Melanie hin und weg, weiß aber auch, dass sie erst noch einiges in ihrer alten Heimat klären muss. Alleine reist sie nach Jahren wieder mal auf's Land nach Alabama, und das nicht nur, um ihre Eltern auf die bevorstehende Hochzeit vorzubereiten. Was Andrew nicht weiß: Melanie ist noch verheiratet, nachdem ihr Mann Jake (Josh Lucas) sich stets geweigert hat, die Scheidungspapiere zu unterschreiben. Nun steht Melanie auf der Matte, um ihre Vergangenheit weitestgehend auszulöschen. Es gibt einigen Streit mit Jake und anderen, wobei sich die Großstadtlady nicht immer nett aufspielt. Ihre kleinbürgerliche Herkunft passt eben nicht zum Glamour der Stardesignerin - nach und nach entdeckt sie im Kleinstädtischen aber auch Liebenswertes, und in Jake auch. Als er in die Scheidung einwilligt, muss Melanie nur noch alles etwas schicker darstellen, als es ist, denn der Politiker-Filius soll ja kein Landei heiraten...

"Sweet Home Alabama" ist ganz nett gemacht, aber doch sehr vorhersehbar gestrickt. Reese Witherspoon spielt wieder mal ein hübsches, aber durchaus zickiges Blondchen - liegen ihr, diese Rollen. Alles in allem eher ein Frauenfilm, diese romantische Komödie, obwohl der Südstaatenflair vielleicht auch gestandenen Männern gefallen könnte.


Auf der DVD gibt es den 104-minütigen Streifen in Deutsch, Englisch, Italienisch und Türkisch zu sehen, dazu Untertitel in Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Türkisch. Als Extras findet man neben einem eigentlich recht guten alternativen Ende acht zusätzliche, vom Regisseur Andy Tennant kommentierte Szenen, einen Audio-Kommentar des Regisseurs und ein Musik-Video. Interessant sind die heraus geschnittenen Szenen aus zwei Gründen - zum einen fand man jede der Szenen eigentlich klasse, hat sie dann aber doch aus dem finalen Ganzen genommen, zum anderen wurde der weibliche Charakter Erin eliminiert, was rein optisch ein definitiver Verlust ist, wie die Sequenzen zeigen.

(Tobi)