Nachdem der letzte Coup der Gangster Georges und Pierrot schief gegangen ist, musste ersterer fünf Jahre im Knast sitzen. Kaum wieder auf freiem Fuß, steht der alte Kollege wieder auf der Matte und überredet Georges zu einem neuen, Gewinn versprechenden Raub. Von einem Versicherungsagenten bekommen die beiden Informationen zu einem wertvollen Diamanten-Collier, welches sie aus dem Safe einer Pariser Privatvilla stehlen wollen. Der Coup läuft nach Plan - die hübsche Herrin des Hauses öffnet dem vermeintlichen Blumenboten die Tür, wird dann gefesselt und ihr werden die Augen verbunden - dann wird der Safe geknackt und die Diebe verschwinden wieder, rufen sogar noch die Polizei an, damit die Frau schnell gefunden wird. Dann aber beginnen die Probleme. Georges übergibt die Diamanten einem Hehler, der sie in den Vereinigten Emiraten teuer verkaufen will. Den Rest des Colliers verkauft er einem Schmuckhändler, dem aber die Polizei auf die Pelle rückt und der nicht begeistert ist, dass er nicht das komplette Collier angeboten bekam. Pierrot werden es zu viele Mitwisser, und so bringt er nach dem Versicherungsagenten auch den Schmuckhändler um. Parallel aber spielt er selbst mit dem Feuer, als er eine Affäre mit der überfallenen Besitzerin des Colliers beginnt, die denkt, ihn zufällig kennen gelernt zu haben. Georges taucht zur Sicherheit in einer Vorstadtvilla unter, aber beide werden langsam ungeduldig, denn der Hehler ist mit dem Geld längst überfällig. Also entführen sie seine Frau, was alles weiter verkompliziert - aus dem perfekten Raub ist längst ein tödliches Spiel um Misstrauen und Leidenschaft geworden...

"Tödliche Diamanten" ist ein gut gemachter Krimi, der die Handlung ruhig einfängt und die Verwicklungen aller Beteiligten mit all ihren Komplikationen gekonnt beleuchtet. Auffallend ist, wie selten die Namen der Hauptakteure fallen - man muss lange warten, bis man weiß, dass der ältere Gangster Georges heißt, und der Film enthält es einem so gut wie vor, dass der jüngere Pierrot ist. Aber dies passt zur Stimmung des Films, hier geht es nicht um ein kompliziertes Geflecht von beteiligten Namen und nicht um Action, sondern um einen Raub und diejenigen, die darin verwickelt sind und die hierdurch alle Probleme bekommen.

Als Extras gibt es neben dem Trailer einige herausgeschnittene Szenen, die mal wirklich überflüssig, ab und an aber auch ganz interessant sind.

Verkaufsstart: 29. Juni 2007
Verleiher: Sunfilm Entertainment
Filmlänge: 93 Minuten
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Sprache: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1,85:1 (16:9 anamorph)
Ton: Dolby Digital 5.1, DTS



(Tobi)