Es fängt wie immer ganz harmlos an. Eigentlich wollte sich Kurierfahrer Frank (Jason Statham), dessen Ruf in der Unterwelt unter seinen zwei überstandenen Abenteuern nicht gelitten zu haben scheint, ja aus der Transportbranche zurückziehen – eigentlich! Aber sein auf seine Empfehlung stattdessen angeheuerter Kumpel Malcolm zeigt sich dem Job nicht gewachsen und landet kurze Zeit später angeschossen mit seinem Auto samt Beifahrerin mitten in Franks Haus. Und als sei das nicht schon Grund genug, den Auftrag doch selbst zu übernehmen, wird er von Ex-Elitesoldat Jonas Johnson (Robert Knepper) und seinen Schergen bei seiner Entscheidungsfindung auch noch nachdrücklich unterstützt. Die lassen ihm nämlich gar keine andere Wahl, denn sie statten ihn und seine mysteriöse russische Beifahrerin Valentina (Natalya Rudakova) mit elektronischen Handfesseln aus, die nicht nur fernzündbar sind sondern auch explodieren, sollten sie sich weiter als 20 Meter von ihrem Auto entfernen.

Und dann kann sie wieder losgehen, die wilde Jagd. Quer durch Europa werden sie von Johnson zu immer neuen Etappenzielen gehetzt, mit ihrer Fracht scheinbar ziellos im Raum unterwegs, aber immer auf der Flucht vor der Polizei und den Geheimdiensten. Das ist fast selbstverständlich wieder atemberaubend schnell inszeniert und mit super Stuntszenen versehen, schließlich bilden die Autojagden auch diesmal wieder die Säule des Films. Wie Frank, wegen Widerspenstigkeit kurzzeitig ausgebootet, auf einem BMX-Rad versucht, den Abstand zu seinem vom Ersatzmann gesteuerten Wagen nicht auf 20 Meter anwachsen zu lassen, ist schon Actionkino vom Feinsten.

Doch neben all dem Rennzirkus und Kampfszenen, in denen Statham traditionell wieder seinen gestählten Körper präsentieren darf, wird auch Wert auf eine schlüssige Handlung gelegt. Erst nach und nach wird einem die gesamte Bedeutung der Transportaktion präsentiert, und dass es dabei nicht nur wie immer um eine Menge Kohle sondern auch um kriminelle Giftmüllexporte geht, verleiht dem Ganzen sogar einen dezenten gesellschaftskritischen Unterton.

Nur die Liebesgeschichte will sich einem so gar nicht vermitteln: Wenn sich Frank und Valentina in den ruhigeren Momenten näherkommen, wirken die Annäherungsversuche der spröden Natalya Rudakova in ihrem Debüt doch eher unbeholfen, und trotz Küssen ist nicht einmal die Spur eines Knisterns zwischen den beiden zu spüren. Da war die anfängliche Rollenverteilung doch um einiges glaubhafter und vor allem weitaus unterhaltsamer, als er sich noch genervt mit den Macken der unreifen Zicke herumschlagen musste. Schon gut, dass sich der Streifen rechtzeitig wieder auf sein Kerngeschäft konzentriert und einen mit einem handfesten Showdown entlässt.

Extras findet man auf der normalen DVD leider keine, nur die DVD Special Edition und Blu-ray bieten den Audiokommentar von Regisseur Olivier Megaton, ein "Making of" und einige Featurettes.

Verkaufsstart: 5. Juni 2009
Verleiher: Universum Film
Film-Website: www.transporter3-derfilm.de
Filmlänge: 100 Minuten
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1




Wir verlosen drei Exemplare der DVD. Zur Teilnahme einfach hier klicken. Einsendeschluss ist der 5. August 2009. Viel Glück!

(Mick)