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Nicht immer stand die internationale Presse der New Yorker Band Type O Negative uneingeschränkt positiv gegenüber. Ihre Eigenwilligkeit, ihre spröden, mitunter sogar sperrigen Songs waren so manchem Journalisten ein Dorn im Auge. Ungeachtet dessen veröffentlichte die Gruppe gleich mehrere Klassiker, denen auch ihre ärgsten Kritiker die berechtigte Hochachtung zollen. "Auf keinem anderen Album paaren sich metallische Bösartigkeit, selbstverachtender Zynismus, Welt- und Liebesschmerz, epische Melancholie sowie tanzbarer Pop-Appeal derart perfekt, dass unterm Strich ein langlebiger Klassiker steht, dessen Trauerweidenromantik langlebig genug ist, um noch zehn, zwölf Jahre später in den Discos auf den Tanzflächen durchlitten zu werden", schrieb beispielsweise 1993 das deutsche Musikmagazin ´Rock Hard` über Bloody Kisses und sollte Recht behalten: Mehr als zwölf Jahre später sind Type O Negative immer noch die wichtigste Band der Gothic Metal-Szene. Auch anno 2006 glänzen ihre zumeist schwermütigen Songs durch große Melodien und dramatische Atmosphären. Seit Anfang der Neunziger steuert Chef Peter Steele die Band durch die raue See der Musikszene und hat selbst in schwierigen Zeiten niemals den Kurs seiner Truppe verändert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Gold und Platin, ausverkaufte Tourneen und Titelgeschichten en masse. Am 17. März 2006 (Europa: 20. März, USA: 14. März) erscheint über Steamhammer/SPV die aktuelle DVD Symphony For The Devil (The World Of Type O Negative) mit Aufnahmen vom 99er Bizarre-Festival, tollem Bonus-Material und einer beigelegten Single-CD mit einem für Type O Negative ungewöhnlichen Santana-Medley. Vollbedienung also, nicht nur für die Fans der Band, sondern generell für alle Anhänger des Genres.

Kernstück der DVD sind Aufnahmen eines Type O Negative-Konzertes beim Kölner Bizarre-Festival im Sommer 1999. Von Kameras aufgezeichnet liegt hier ein Dokument der großen Bühnenqualität von Peter Steele (Gesang, Bass), Josh Silver (Keyboards), Kenny Hickey (Gitarre) und Johnny Kelly (Schlagzeug) vor. Das Konzert umfasst sechzehn Stücke, allesamt in brillanter Bild- und Tonqualität (Stereo PCM and Dolby Digital 5.1). In einer für sie typisch-intensiven Konzertatmosphäre präsentierten Type O Negative bei der Bizarre-Festival-Show nahezu all ihre Klassiker wie etwa ´Cinnamon Girl`, ´My Girlfriend´s Girlfriend`, ´Christian Women`, ´Too Late: Frozen`, ´Love You To Death` oder ´Black #1`. Das exklusive Bonusmaterial umfasst eine Bandbiographie sowie Interviews und spannende Backstage- bzw. Privateinblicke, die alle von der Band eigenhändig gefilmt und zusammengestellt wurden. Zudem gewährt die Band erstmalig Einblicke in die Dinge, die hinter der Bühne vor sich gehen.

Als besonderes Bonbon spendieren Type O Negative ihren Fans auf Symphony For The Devil eine beigelegte Single-CD, auf der die bislang unveröffentlichte Studiosession eines Santana- Medleys aus ´Evil Ways`, ´Oye Como Va` und ´Black Magic Woman` zu hören ist. Eine umfassende Werkschau also, die zudem beweist, dass Peter Steele über den Tellerrand des Doom-Metals hinausblicken kann. "Alles außer Rap", erklärt er, habe ihn sein Leben lang inspiriert. Vor allem – neben Black Sabbath und den Beatles – Laibach, Devo und Depeche Mode. Steele: "Ich langweile mich sehr schnell und werde müde von Songs anderer Bands. Man kann mich nicht allzu lange begeistern." Deshalb verharrt er nicht in der Vergangenheit, sondern schaut auch anno 2006 optimistisch in die Zukunft. "Ich werde von Jahr zu Jahr älter und ich stelle fest, dass ich dies nicht ändern kann. Was also macht man? Man arrangiert sich mit den Gegebenheiten, man scherzt über sie und betrachtet sie aus einem ironischen Blickwinkel. Gibt es einen besseren Weg, sich mit dem Alter anzufreunden, als ihn humorvoll zu nehmen?"

Mit dieser Haltung begeistern Type O Negative seit mehr als fünfzehn Jahren ihre große Fangemeinde. Hervorgegangen aus der umstrittenen Hardcore-Metal-Formation Carnivore startete die Band schon mit ihrem Debütalbum Slow, Deep And Hard (1991) voll durch. Der bissige Sarkasmus und eigenwillige Sound der Scheibe machten Type O Negative sofort weltbekannt. Das zweite Studioalbum Bloody Kisses avancierte 1993 zum Multiseller, die Single ´Black No. 1` zum Dauerrenner in Discos und bei Radiosendern. Drei Jahre später folgte mit October Rust ein weiterer Höhepunkt des schwermütigen Gothic Metals, gefolgt von World Coming Down (1999) mit seiner noch düstereren Ausrichtung. Ein Selbstzweifler ist Bandleader Peter Steele dennoch nicht. "Die meisten Leute glauben, ich sei permanent selbstmordgefährdet", erklärt er. "Sie denken, wenn man in einer Band mit dem Namen Type O Negative spielt und gerne dunkle Stimmungen verwendet, dass man durch und durch trübsinnig ist. Aber das stimmt ganz sicher nicht. Natürlich sind manche meiner Lieder trübsinnig, andere sehr doomig. Aber es gibt auch einen ganz eigenen Sinn für Humor, den wir in dieser Band teilen." Der schimmerte auch beim 2003er Album Life Is Killing Me durch, das Steele als einen Mix aus "Hardcore/Punk, beinahe Party-Punk" bezeichnete, gleichzeitig aber die typischen Trademarks der Gruppe präsentierte. Bevor in absehbarer Zeit das nächste Album der Gruppe veröffentlicht wird, bietet die DVD Symphony For The Devil eine umfassende Retrospektive und weckt damit die Vorfreude auf das, was da in Kürze folgen wird.

Das Tracklisting des Konzerts:

01. In The Flesh
02. Cinnamon Girl
03. Waste Of Life Intro
04. Too Late: Frozen
05. In Praise Of Bacchus
06. Kill All The White People
07. Cornucopia
08. Wolf Moon (including Zoanthropic Paranoia)
09. Everything Dies
10. My Girlfriend`s Girlfriend
11. Are You Afraid?
12. Gravity
13. Black Sabbath intro
14. Christian Women
15. Love You To Death
16. Black #1

Spielzeit: ca. 135 Minuten
Bildformat: 4:3
Ton: Stereo PCM, Dolby Digital 5.1



Mehr Informationen über Type O Negative findet ihr auf www.typeonegative.net.

(Tobi)