In "Voll frontal" wird ein Tag im Leben verschiedener Personen dargestellt, der darin gipfelt, dass einige von ihnen auf der Geburtstagsfeier eines Filmproduzenten aufeinander treffen. Sowieso spielt das Thema Film eine wichtige Rolle. Francesca (Julia Roberts) spielt in ihrem neuen Film die Journalistin Catherine, die den selbstverliebten Schauspieler Nicholas (Blair Underwood) interviewen soll und dabei von ihm verdächtigt wird, mehr oder weniger heimlich in ihn verschossen zu sein. Nicholas ist übrigens gerade dabei, einen Film mit Brad Pitt zu drehen, so dass dieser auch einen Cameo-Auftritt hat. Wir lernen außerdem Carl (David Hyde Pierce) kennen, einen Filmjournalisten, der sich mit schlechten Stories über Brad Pitt oder Pornos herum schlägt, aber dann gekündigt wird. Seine Frau Lee (Catherine Keener), die als Vizepräsidentin einer Personalabteilung sehr merkwürdige Gespräche mit aktuellen oder potentiellen Angestellten führt, ist eigentlich gerade dabei, ihren Mann zu verlassen - hat nämlich eine Affäre mit Nicholas-Darsteller Calvin. Linda (Mary McCormack) ist Lees Schwester und Massagetherapeutin. Im Internet hat sie einen vermeintlichen 22-jährigen Maler kennen gelernt, mit dem sie sich in Tucson treffen will. Nur ist dieser einiges älter und Theatergerisseur, der gerade einen Darsteller mit Profilneuros (Nicky Katt) jeden Abend als Hitler auf die Bühne schickt. Zuerst aber mal lernt Linda den Ausrichter der Geburstagsfeier, Gus (David Duchovny), kennen, als sie ihm bei einer Massage voll befriedigt...

"Voll frontal" besitzt einige gute Ideen, weiß aber insgesamt nicht zu überzeugen. Steven Soderbergh hat nach Hits wie "Traffic", "Erin Brockovich" oder "Ocean's Eleven" einen eher langweiligen Streifen erschaffen, dessen Idee, das Filmbusiness über verschiedene kleine Stories zu erzählen, nicht zündet. So schleppt sich der Streifen dahin, ohne ein Highlight oder eine Temposteigerung zu bieten - da hilft auch die gute Besetzung nichts.


Auf DVD gibt es den 97-minütigen Film in Deutsch und Englisch zu sehen, dazu Untertitel in Deutsch, Englisch und Englisch für Hörgeschädigte. Als Extras gibt es nicht weniger als 18 zusätzliche Szenen, ein Interview mit Steven Soderbergh, einen Audio-Kommentar von Regisseur Steven Soderbergh und Drehbuchautor Coleman Hough und einen Blick hinter die Kulissen mit der versteckten Kamera.


Wir verlosen drei Exemplare der DVD. Zur Teilnahme einfach hier klicken. Einsendeschluss ist der 18. April. Viel Glück!

(Tobi)