Im ersten Teil von "Wrong Turn" sorgten degenerierte Waldbewohner für Horror - hier tun sie es erneut. In den Wäldern West Virginias dreht eine kleine Fernseh-Crew das B-Format "Ultimate Survivalist". Bei dieser Reality-Show werden sechs Kandidaten in der Wildnis ausgesetzt und müssen sich nicht nur hier durchbeißen, sondern beim Auslösen von im Wald versteckten, heulenden Bewegungsmeldern auch schnell Aufgaben erfüllen, um am Ende des Tages nicht derjenige zu sein, der die "Radioaktivitätskarte" mit sich führt und somit ausscheidet - schließlich erhält der Sieger 100.000 Dollar Preisgeld. So treffen sie sich also zum Startgespräch. Die Stammcrew ist unreell klein, denn neben dem Erfinder des Spektakels, Michael alias M, der auch als Kameramann mit in die Wälder zieht, gibt es nur noch einen Helfer und den Moderator des Ganzen, Colonel Dale Murphy (Henry Rollins) - und eigentlich noch die Freundin von M, die aber als Kandidat mit einspringen muss, da die blonde Schickse Kimberly nicht erscheint. Wir wissen auch, warum - sie wurde auf dem Weg zum Dreh bereits angegriffen und getötet. Im Wald hausiert und lebt nämlich eine blutrünstige Familie, durch Inzest und Chemieabfälle völlig degeneriert, dafür aber übermäßig stark und "haltbar". Au weia!

Kaum hat der Colonel den Kandidaten die Regeln erklärt, werden sie zu Zweiergrüppchen ausgelost und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Da hätten wir einen notgeilen, armseligen Aufschneider im Team mit einer amazonenhaften Kampf-Lesbe, eine depressive Blondine im Verbund mit Ms Freundin, und einen verkappten Footballer zusammen mit einer sexlüsternen Dumpfbacke. Mit letzteren macht sich M auf den Weg, denn hier vermutet er das Potenzial einer sexy Story - leider geht der zurückhaltende Junge überhaupt nicht auf die Anmachversuche der Brünetten ein und macht sich alleine auf Nahrungssuche, während sie doch mehr Sendezeit wollte und dafür nun M kurz mal einen bläst - was dessen Freundin zufällig von weitem sieht. Na so ein Chaos. Weit schlimmer aber, dass es hier nicht um Gefühle geht, sondern ums Überleben. Der Helfer von der Crew ist inzwischen schon tot, und der Colonel wurde gefangen genommen. Nun geht es also den Kandidaten an die Gurgel, auf brutale Art und Weise werden sie gejagt. Allerdings haben die Degenerierten die Rechnung ohne den Colonel gemacht - dieser kann sich befreien und beginnt einen heldenhaften Feldzug gegen die scheinbar Unbesiegbaren...

Ach du Schande! Die Handlung von "Wrong Turn 2 - Dead End" ist einfach nur idiotisch und auf unterem Horrorfilm-Niveau angesiedelt. Technisch mag der Streifen von Produzent Erik Feig ("Wrong Turn", "Mr. & Mrs. Smith") ja ganz passabel sein, ansonsten aber lässt er sehr viel vermissen. War der erste Teil noch packend und setzte auf schockierenden Thrill, so regiert hier nun blutrünstiger Ekel, der völlig überzogen ist. Einzig bemerkenswert ist vielleicht der Versuch, die Hillbillies etwas näher zu beleuchten, die trotz ihrer brutalen Morde durchaus Gefühle haben - für sich, für ihre Familie, auch Eifersucht spüren. Das war's dann aber auch. Langweilig und doof, dieser Streifen, mit dem sich Henry Rollins als einzig nahmhafter Akteur keinen Gefallen getan hat.

Als Extras enthält die DVD ein "Making Of" (10 Min.), etwas über die Special Effects (12 Min.), den Besuch "am Set mit P-Nut" (2 Min.) und Darstellerinfos.

Verkaufsstart: 25. Oktober 2007
Verleiher: Highlight Communications
Filmlänge: 95 Minuten
FSK: keine Jugendfreigabe
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1.85:1 in 16:9
Ton: Dolby Digital 5.1




Wir verlosen drei Exemplare der DVD. Zur Teilnahme einfach hier klicken. Einsendeschluss ist der 25. Dezember 2007. Viel Glück!

(Tobi)