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Die Wiederveröffentlichungen alter Alben von Pink Floyd auf Vinyl werden fortgesetzt: Nachdem mit "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" im Oktober und Anfang November 2016 bereits zwei ganz bekannte Klassiker und früher im Jahr bereits fünf weitere Alben neu erschienen waren, folgte nun am 18. November 2016 "Animals". Das Album wurde von den Original-Mastertapes remastert und ist nun nach über 20 Jahren erstmalig wieder auf Vinyl erhältlich.

  

Das 1973 veröffentlichte "The Dark Side Of The Moon", bis heute mehr als 50 Millionen Mal verkauft, hatte Pink Floyd den weltweiten Durchbruch gebrachte und wurde der größte kommerzielle Erfolg der Band, mit Songs wie "Time", "The Great Gig In The Sky" und "Money". 1975 hatte die Band das neunte Studioalbum "Wish You Were Here" nachgelegt, mit dem epischen, wundervollen "Shine On You Crazy Diamond", und auch diese Scheibe war ein großer Erfolg gewesen. Nach über acht Monaten kontinuierlicher Aufnahmesessions in den bandeigenen Britannia Row Studios erschien 1977 dann "Animals". Es hat eines der ikonischsten Cover aller Pink Floyd-Alben und zeigt das berühmte Schwein "Algie", das über der Battersea Power Station in London schwebt. Musikalisch konnte die Scheibe allerdings nicht ganz an die beiden großartigen Vorgänger anknüpfen - die progressiveren, weitaus raueren Stücke nahmen einen bei weitem nicht so gefangen wie die genannten Klassiker der voran gegangenen Alben. Ein Grund könnte darin gelegen haben, dass Roger Waters fast die gesamte Scheibe alleine geschrieben hatte - mit dem Konzept, Menschen in Tierarten zu kategorisieren. David Gilmour war lediglich noch an "Dogs" beteiligt, allerdings füllte die über 17 Minuten lange Nummer (hervorgegangen aus dem 1974 bereits live gespielten "(You) Gotta Be Crazy") fast die gesamte erste Seite der LP. Als Einrahmung gab es vorher und am Ende der zweiten Seite noch kurze Momente "Pigs On The Wing", passend zum Album-Cover, wobei nur akustische Gitarre und der Waters Gesang erklingen. Die beiden weiteren Stücke auf Seite 2, "Pigs (Three Different Ones)" und "Sheep", waren mit über 11 bzw. über 10 Minuten ebenfalls episch, aber die vorher so hypnotisch eingesetzten Synthesizer-Sphären und Background-Chöre waren fast verschwunden und wichen härteren Klängen. Mit Sicherheit kein schlechtes Album, aber eben auch keiner der Meilensteine der Band - die das wohl ähnlich sah, denn bei Tourneen zu späteren Alben wurden keine Songs mehr von "Animals" in die Setlist aufgenommen.

Hier ein Clip zu "Battersea Power Station":



Mehr Informationen zu Pink Floyd gibt es auf www.pinkfloyd.com.

(Tobi)